Mair: "Schule muss Wertevermittlung garantieren"

Religionsunterricht: “Ethikunterricht als verpflichtende Alternative” 

Mittwoch, 16. Januar 2019 | 17:38 Uhr

Bozen – Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair fordert einen verpflichtenden Ethikunterricht für Schüler, die sich vom Religionsunterricht abgemeldet haben. Die Schulen müssen die Vermittlung von grundlegenden Werten unserer Kultur und unserer Traditionen garantieren.

„Mittlerweile ist es durch die digitale Schulanmeldung möglich, sich mit einem Mausklick vom Religionsunterricht abzumelden“, stellt die freiheitliche Landtagsabgeordnete Ulli Mair in einer Aussendung einleitend fest. „Der Religionsunterricht in Südtirol wird von den Schülern nicht mehr selbstverständlich besucht. Nicht wenige Schüler lassen sich vom Religionsunterricht befreien und melden sich ab. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass statt des Religionsunterrichtes alternativ auch ein gleichwertiger Ethikunterricht angeboten wird, der für jene Schüler verpflichtend ist, die den Religionsunterricht nicht besuchen“, fordert die Abgeordnete.

„Die Abmeldung vom Religionsunterricht darf nicht dazu führen, dass die betroffenen Schüler von einer Wertevermittlung ausgeschlossen sind. Deshalb ist es notwendig, die Werte, auf denen unsere Kultur fußt, im Rahmen eines verpflichtenden Unterrichtsfachs zu vermitteln. Die Überzeugungen und ideengeschichtlichen Zusammenhänge, welche Europa geprägt und geformt haben“, so Mair.

Die Abmeldungen vom Religionsunterricht hängen laut Mair sehr stark mit dem Zuzug von Ausländern nach Südtirol zusammen. So schreibt das Landesstatistikinstitut in seinem Rundschreiben „astatinfo“ Nr. 68 vom Dezember 2015 Folgendes: „In engem Zusammenhang mit der Zunahme von ausländischen Schülern steht die steigende Anzahl der Mittelschüler, die vom Religionsunterricht abgemeldet werden. Im Schuljahr 2015/16 sind es 956 Schüler (663 davon sind Ausländer), die nicht am Religionsunterricht teilnehmen. Dies entspricht einer Quote von 5,6 Abmeldungen je 100 Eingeschriebene. Betrachtet man nur die Schüler mit italienischer Staatsbürgerschaft, sinkt die Quote der Abmeldungen vom Religionsunterricht auf 1,9 Prozent.“

„Eine nicht unerhebliche Anzahl von ausländischen Kindern entzieht sich somit eines werte- und kultur- vermittelnden Unterrichts. Die Folgen für die Integration und das friedliche Zusammenleben sind gravierend, wenn keine Kenntnis der abendländischen Geisteshaltung vermittelt wird. Die schulische Werteerziehung ist für eine funktionierende Gesellschaft unerlässlich und wirkt vorbeugend gegen Radikalisierungstendenzen“, argumentiert Mair.

„Deshalb muss jeder Schüler in Südtirol verpflichtet werden, sich an einem wertevermittelnden Unterricht, der die abendländische Philosophie, den Wertekanon, die Aufklärung und die Humanität umfasst, zu beteiligen“, betont die freiheitliche Landtagsabgeordnete.

“Die Auseinandersetzung mit der eigenen Identität soll das Werteverständnis und das menschliche Zusammenleben in einer Gemeinschaft festigen“, unterstreicht Mair und verweist auch auf die Tatsache des integrierenden Charakters des Ethikunterrichts. „Werden unsere Werte und Traditionen nicht vermittelt, drohen Gleichgültigkeit und kulturelle Armut“, betont Mair und kündigt abschließend entsprechende Initiativen im Landtag an.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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9 Kommentare auf "Religionsunterricht: “Ethikunterricht als verpflichtende Alternative” "


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Queen
Queen
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Endlich mal einer Meinung mit Frau Mair.

elmar
elmar
Superredner
1 Monat 6 Tage

Weiss doch jeder warum der Religionsunterricht gestrichen wird nur sagen traut es Sich keiner das ist der Anfang vom Ende in spätestens 5 Jahren wird jeden Schüler der Koran Nähe gebracht aus Rücksicht den Moslems gegenüber
hoffen wir das sich das Volk dagegen Wehrt und auf die Barrikaden gehr

Lu O
Lu O
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Das ist alles Mist und die Politik macht rein gar nichts!!! Traurig, traurig, traurig.
Die Religion, der Glaube ist in unserer Zeit wichtiger denn je.
Auf zum Schwur Tiroler Land, heb zum Himmel Herz und Hand… unsere Vorväter heben es uns vorgelebt und wir treten dies mit Füßen… der verstand verschwindet immer mehr…
keine religion wollen aber dann zum pfarrer laufen und er MUSS dringend eine begräbnis/tsufe/hochzeit machen… die forderungen sind groß und das geben????
danke unseren politikern… wo sind die schützen, das herz jesu blutet sehr

tommile
tommile
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Des Christentum werd friaha odo später gonz verschwinden…. des tuat mor schun weah

aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

de frog hett mam sich friahr net gstellt

Server
Server
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Ganz Ihrer werten Meinung, Frau Mair, nach all den Skandalen …ein Mausklick… und …raus.

Server
Server
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Im Schuljahr 2015/16 sind von 956 Mittelschülern 663 Ausländer? Erschreckend, und diese sollen Abendländische Kultur und Ethik lernen? Ein Klick… und raus.
Dachte, wir sprechen von abendländischen Jugendlichen. Also, wenn sich Frau Mair hier wirklich wundert, dass diese Schüler kein Interesse an Abendländischer Kultur und Ethik haben, dann weiß ich auch nicht weiter…

@
@
Superredner
1 Monat 6 Tage

@server
Bei manchen wäre es wichtiger, dass sie statt Religion das sinnerfassende Lesen lernen würden.
Versuch noch einmal Die Aussage von Mair langsam durchzulesen.

lukkl
lukkl
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

😂 genau die Mair sogg des….
🤣

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