Von: luk
Bozen – Anlässlich des Nationalen Tag des Respekts erinnert Kinder- und Jugendanwältin Höller daran, wie wesentlich ein respektvoller Umgang miteinander ist. Für Kinder und Jugendliche ist dieser entscheidend, da respektvolles Verhalten ein zentraler Schutzfaktor gegen Ausgrenzung, Gewalt und Mobbing ist.
Der Nationale Tag des Respekts wurde in Italien mit dem Gesetz Nr. 70 vom 17. Mai 2024 eingeführt und findet jährlich am 20. Januar statt. Die gesetzliche Initiative steht im Zusammenhang mit der Prävention und der Bekämpfung von Mobbing und Cybermobbing und soll die Auseinandersetzung mit Respekt, Verantwortung und einem gewaltfreien Umgang miteinander stärken.
Respekt zeigt sich nicht in großen Worten, sondern im Alltag: im Tonfall, in Blicken, in Reaktionen auf Fehler, in der Art, wie wir Konflikte lösen. „Kinder orientieren sich an den Umgangsweisen und Reaktionen ihrer Bezugspersonen, da sie noch keine gefestigten sozialen Verhaltensmuster besitzen. Junge Menschen schauen sich daher vieles von Erwachsenen ab und lernen primär durch Beobachtung und Nachahmung“, hebt Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller hervor.
Was Kinder im Alltag erleben, wird für sie zur Richtschnur. Werte wie Höflichkeit und Respekt wirken dabei nur dann authentisch, wenn sie vorgelebt werden. Ein Widerspruch zwischen Worten („Man muss höflich sein!“) und Taten (unfreundliches Verhalten gegenüber Mitmenschen) führt zu Irritation – und letztlich zum Verlust an Glaubwürdigkeit. „Zeigen Erwachsene Respekt, übernimmt das Kind dies als Norm“, betont Höller.
Am Verhalten der Erwachsenen können Kinder lernen, wie man Konflikte gewaltfrei und wertschätzend löst. Genau das ist eine Grundlage für ein gutes Zusammenleben in der Gesellschaft. Respektvolles Verhalten schafft eine Atmosphäre von Sicherheit und Vertrauen. Das ermöglicht es Kindern, Empathie zu entwickeln und sich in ihrer Persönlichkeit stabil zu entfalten. Wenn Erwachsene Kindern mit Respekt begegnen, vermitteln sie ihnen außerdem ein Gefühl von Selbstwert.
„Nur wer sich selbst respektiert fühlt, kann diesen Respekt auch anderen entgegenbringen“, unterstreicht Kinder- und Jugendanwältin Höller.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft erinnert Eltern, Bezugspersonen und alle Erwachsenen daher am 20. Januar an die Wichtigkeit respektvoll miteinander umzugehen, Grenzen anderer zu achten, Konflikte fair zu lösen und nicht wegzusehen, wenn Kinder und Jugendliche herabgewürdigt oder ausgeschlossen werden. Respekt beginnt im Kleinen. Für junge Menschen kann genau das den Unterschied machen.




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