Von: mk
Meran – Die Meraner Stadtregierung hat heute Bilanz über das Jahr 2025 gezogen und gleichzeitig die inhaltlichen Schwerpunkte für 2026 vorgestellt. Während 2025 im Zeichen wichtiger Weichenstellungen stand, liegt der Fokus in diesem Jahr auf leistbarem Wohnen, Urbanistik und Stadtentwicklung, einer verbesserten Kommunikation mit der Bevölkerung sowie effizienteren Verwaltungsprozessen.
Rückblick 2025
Das Jahr 2025 war geprägt von wichtigen Vorarbeiten und konkreten Fortschritten. Die Erweiterung und Modernisierung mehrerer Schulbauten und Sportstätten konnten aufgegleist werden und müssen in den kommenden Jahren konsequent weitergeführt werden, um Kindern, Jugendlichen und Vereinen sichere und zeitgemäße Rahmenbedingungen zu bieten. Parallel dazu wurde gezielt in Infrastruktur und Sicherheit investiert.
Das System der Videoüberwachung wurde erneuert und weiterentwickelt, gleichzeitig wurde die Zusammenarbeit mit den staatlichen Ordnungskräften intensiviert, um das Sicherheitsgefühl in der Stadt zu stärken. Künftig gilt es zudem, noch stärker in gezielte Präventionsmaßnahmen zu investieren und die Vernetzung der zuständigen Dienste weiter auszubauen, um frühzeitig reagieren und Sicherheit ganzheitlich denken zu können.
Mehrere Themen, die die Stadt seit Jahren begleiten, konnten vorangebracht werden. Die Grundwasserproblematik in Sinich wurde vertieft bearbeitet, und Sachverständige konnten mit der Ausarbeitung eines konkreten Maßnahmenpakets beauftragt werden. Gleichzeitig wurden überfällige Asphaltierungsarbeiten abgeschlossen. Mit der Radverbindung über die Cadornastraße konnte zudem eine lange bestehende Lücke im Radwegenetz geschlossen und ein konkreter Beitrag zu sicherer Alltagsmobilität geleistet werden.
Öffentlicher Raum wurde nach dem Prinzip gestaltet, ihn als Freiraum, Treffpunkt und Ort des täglichen Miteinanders für alle aufzuwerten – und dieser Ansatz wird weiterverfolgt. Mit der Umsetzung eines Dorfplatzes für das Gratscher Stadtviertel wurde dieses Verständnis konkret umgesetzt. Die Neugestaltung des Bodenbelags in den Lauben sowie die geplante Aufwertung von Freiheitsstraße, Meinhardstraße und Kornplatz bauen darauf auf: Sie sollen nicht nur die Bedingungen für aktive Mobilität verbessern, sondern auch die Aufenthaltsqualität erhöhen und die Wirtschaftstreibenden vor Ort unterstützen.
Mit dem Maßnahmenpaket „Saubere Stadt“ wurde 2025 ein klarer Schwerpunkt gesetzt, um das Stadtbild zu verbessern und die Lebensqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen. Ein Thema, das die Stadtregierung auch in den kommenden Jahren konsequent weiterverfolgen wird.
Auch im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden 2025 wichtige Weichen gestellt. Für 2026 ist geplant, die Betreuungsangebote auszuweiten, zusätzliche Plätze zu schaffen und den Mensadienst auf alle Schultage und alle Schüler auszudehnen. Gleichzeitig soll angesichts des demografischen Wandels das Pflege- und Betreuungsangebot für Seniorinnen ausgebaut und durch neue Modelle wie Mehrgenerationenhäuser, betreutes Wohnen, betreutes Wohnen plus – auch in Zusammenarbeit mit privaten Trägern – ergänzt werden.
Auch die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für die Ortspolizei wurde vorangetrieben. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für die künftige Nutzung freiwerdender Räumlichkeiten im Rathaus.
Das Stadttheater Meran wurde saniert und erstrahlt heute wieder in neuem Glanz. Das wunderschöne Jugendstiltheater zeigt sich in den farbprächtigen Originalfarben von 1900 und macht ein wichtiges Stück Stadtgeschichte wieder erlebbar. Ziel muss es nun sein, auch die noch fehlenden Bereiche des Theaters schrittweise wiederherzustellen und das Haus in seiner Gesamtheit weiter aufzuwerten.
An den angestoßenen Projekten wird kontinuierlich weitergearbeitet.
Vorschau 2026
2026 setzt die Stadtregierung klare Prioritäten. Leistbares Wohnen, Urbanistik und Stadtentwicklung stehen im Mittelpunkt.
Ein wichtiger Schritt wurde bereits gesetzt: Das sogenannte ex-Gritsch-Areal wurde für leistbares Wohnen und den geförderten Wohnbau ausgewiesen. Innerhalb des Monats Januar wollen die Eigentümer der Gemeinde einen Durchführungsplan für die Bebauung des Areals vorlegen.
Auch für das angrenzende ex-Edyna-Areal wurden die Weichen gestellt: Alperia hat nach Absprache mit der Gemeindeverwaltung einen Antrag auf Änderung des Bauleitplans eingebracht, um auch dieses Grundstück nach demselben Muster für leistbaren und geförderten Wohnraum zu sichern.
Darüber hinaus braucht es gezielte Angebote im Bereich der Mietwohnungen, insbesondere auch für den sogenannten Mittelstand. Das gemeindeeigene Grundstück in der 1.-Mai-Straße soll daher für Mietwohnungen mit gedeckeltem Mietzins gewidmet werden. Parallel dazu sollen die Sanierung und Vermietung gemeindeeigener Immobilien konsequent vorangetrieben werden.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kommunikation und Beteiligung. Neben dem persönlichen Austausch sollen Social Media und andere digitale Kanäle gezielt genutzt werden, um die Bevölkerung laufend zu informieren, transparenter zu kommunizieren und stärker einzubeziehen.
Gleichzeitig wird weiter daran gearbeitet, Verwaltungsabläufe zu vereinfachen und effizienter zu gestalten. Im vergangenen Jahr ist es gelungen, die Verfahren für die Genehmigung öffentlicher Veranstaltungen maßgeblich zu vereinfachen. Auch Vereinfachungen im Bereich der Besetzung öffentlichen Grundes wurden auf den Weg gebracht. Dieser Weg soll konsequent weiterverfolgt werden, mit dem Ziel, Abläufe unbürokratischer, klarer und praxisnäher zu gestalten.
Ein zentrales Thema im Jahr 2026 ist zudem die Vorbereitung auf die Eröffnung der Nord-West-Umfahrung. Sie bietet die Chance, Mobilität und Stadtentwicklung gemeinsam neu zu denken. Der Durchzugsverkehr soll über die Umfahrung umgeleitet werden, um mehr Lebensqualität für die Stadt Meran zu schaffen und den öffentlichen Raum zu entlasten.
Um diese Phase fachlich fundiert zu begleiten und die verkehrlichen Entscheidungen eng mit den Zielen der Stadtentwicklung abzustimmen, soll Ingenieur Stefano Ciurnelli mit seiner Expertise beauftragt werden, um die Stadtregierung bei den verkehrsplanerischen und strategischen Entscheidungen zu unterstützen.
“2025 haben wir viele Grundlagen geschaffen. 2026 geht es darum, diese Arbeit konsequent weiterzuführen: leistbares Wohnen umzusetzen, Stadtentwicklung und Mobilität gemeinsam zu denken und die großen Veränderungen – etwa mit der Nord-West-Umfahrung – aktiv zu gestalten. Unser Anspruch ist es, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen transparent zu treffen“, betonten Bürgermeisterin Katharina Zeller und Vizebürgermeister Nerio Zaccaria.
“Für die Umsetzung der wichtigsten und finanziell anspruchsvollsten Projekte benötigen wir verständlicherweise die Zusammenarbeit und Unterstützung der Landesverwaltung. In diesem Zusammenhang haben wir bereits für Januar einen Termin mit Landeshauptmann Arno Kompatscher beantragt, um gemeinsam die Prioritäten, die Vorgehensweise und die am besten geeigneten Förderinstrumente zu erörtern. Wir sind überzeugt, dass ein offener und konstruktiver Dialog mit der Landesregierung ein grundlegender Schritt ist, um die Projekte in konkrete und dauerhafte Ergebnisse zum Wohle der Gemeinschaft umzusetzen“, so Zeller.

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