Krisensitzung unter der Leitung von Außenministerin Meinl-Reisinger

Rückflug von 151 Österreichern aus dem Oman

Mittwoch, 04. März 2026 | 15:14 Uhr

Von: apa

Der erste große Rückholflug mit österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aus der Nahost-Krisenregion landet am Mittwochabend aus Omans Hauptstadt Maskat in Wien-Schwechat. Insgesamt seien 151 Personen an Bord der vom Außenministerium koordinierten Maschine, teilte ein Sprecher im täglichen Briefing des Ministeriums mit. Der Flug wird laut Flughafen-Website gegen 21 Uhr in Wien erwartet. Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) wird die Fluggäste empfangen.

Der Airbus A320 des ägyptischen Flugunternehmens Sky Vision Airlines war am Nachmittag mit mehreren Stunden Verspätung vom Flughafen Maskat gestartet. Die Österreicherinnen und Österreicher wurden zuvor mit organisierten Bustransfers in den Oman gebracht, teilte der Sprecher mit.

Am Donnerstag zwei weitere Charterflüge

Am morgigen Donnerstag sind zwei vom Außenministerium organisierte Charterflüge der Austrian Airlines nach Wien geplant: Einer mit 300 Plätzen aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad und einer mit 180 Plätzen aus Maskat.

Die Ausreisewilligen wurden und werden mit Bussen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar zu den Flughäfen gebracht. Die Transfers erfolgen großteils in der Nacht, da die Hotelkapazitäten in Maskat “schon ziemlich ausgeschöpft” seien und man deshalb den Aufenthalt dort möglichst kurz halten wolle, erklärte der Sprecher. Die Teams des Außenministeriums vor Ort werden von Bundesheer und Innenministerium unterstützt, insbesondere vom Jagdkommando des Heeres. Dessen Angehörige begleiteten etwa die Busse bei den Transfers.

Nach Möglichkeit kommerzielle Rückflüge in Anspruch nehmen

Der Sprecher appellierte an Reisende, wenn möglich die kommerziellen Rückflugsangebote wahrzunehmen. Man solle sich diesbezüglich an das Reisebüro bzw. das Luftfahrtunternehmen wenden. “Der normale Flugbetrieb wird langsam wieder aufgenommen.” Der Luftraum über Jordanien sei nun (Mittwoch) wieder offen, berichtete er. Falls registrierte Reisende keine Updates des Außenministeriums zugeschickt bekämen, sollten sie sich mit der Botschaft vor Ort in Verbindung setzen. Möglicherweise handelt es sich um ein technisches Problem.

Am Mittwochnachmittag war bereits ein Linienflug der Fluggesellschaft Saudia aus Riad in Wien gelandet. Für Donnerstagmittag ist nach Angaben des Flughafens Wien-Schwechat die Landung eines Emirates-Linienfluges aus Dubai geplant.

Aktuell seien knapp 18.000 Staatsbürger in der Krisenregion registriert, hieß es, davon 2.300 Reisende. Der “Peak” bei den Reiseregistrierungen sei bereits überschritten, berichtete der Sprecher. Die Anzahl der Reiseregistrierten ist mit derzeit rund 1.400 in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am höchsten.

Wegen der erneuten kriegerischen Eskalation zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran und seinen verbündeten Milizen in der Region auf der anderen Seite ist der Luftraum über zahlreichen Ländern gesperrt. Zehntausende Reisende aus der ganzen Welt sitzen in der Region, insbesondere an den Umsteigeknoten Dubai und Abu Dhabi in den VAE, fest.

Der Krisenstab des Außenministeriums tagt derzeit angesichts der Eskalation zweimal am Tag. Ihm gehören neben der Außenministerin die per Video zugeschalteten Botschafterinnen und Botschafter in der Region sowie Zuständige aus Wien an, darunter auch aus dem Innen- und dem Verteidigungsministerium.

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