Drohnenalarm in Finnland

Russland meldet massiven ukrainischen Drohnenangriff

Freitag, 15. Mai 2026 | 10:26 Uhr

Von: APA/Reuters

Das russische Verteidigungsministerium hat am Freitag einen massiven ukrainischen Drohnenangriff vermeldet. In der Nacht seien 355 Drohnen über russischen Regionen abgeschossen worden, hieß es in der Früh. In der zentralrussischen Stadt Rjasan kamen bei einem Drohnenangriff drei Menschen ums Leben, zwölf weitere werden verletzt. Zudem wurden Hochhäuser beschädigt und ein Industrieunternehmen getroffen, wie der regionale Gouverneur Pawel Malkow mitteilte.

Die Ukraine meldete, dass Rjasan auch eine Ölraffinerie getroffen worden sei. Die Stadt liegt nur 200 Kilometer von Moskau entfernt. Laut Kommandant Robert Browdi wurden in der Nacht 23 militärische Ziele und Einrichtungen in Russland und den besetzten ukrainischen Gebieten getroffen.

Die Angriffswelle folgte auf einen der längsten und schwersten russischen Luftangriffe auf die Ukraine am Mittwoch und Donnerstag. Allein in Kiew wurden bis Freitag 24 Tote aus einem zerstörten Wohnblock geborgen, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Für die Hauptstadt wurde ein Trauertag ausgerufen. Präsident Wolodymyr Selenskyj beauftragte sein Militär, Vergeltung für diesen Angriff zu planen.

Die beiden Kriegsparteien setzten indes den im Rahmen einer kurzen Feuerpause vereinbarten Gefangenenaustausch um. Laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA wurden jeweils 205 Kriegsgefangene übergeben. Die dreitätige Feuerpause war von US-Präsident Donald Trump rund um die russischen Feiern zum Sieg über Nazi-Deutschland am 9. Mai vermittelt worden.

Drohnenalarm in Finnland

Unterdessen wurde in der finnischen Hauptstadtregion vorübergehend Drohnenalarm ausgerufen. “Die Gefahr ist vorüber. Die Menschen können sicher zur Arbeit und zur Schule gehen”, erklärte Innenministerin Mari Rantanen auf X. Der Flugverkehr am Flughafen Helsinki wird nach einer dreistündigen Unterbrechung wieder aufgenommen, wie der Betreiber auf seiner Website mitteilt. Zuvor ließen die Streitkräfte einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders Yle zufolge Kampfjets aufsteigen. Ministerpräsident Petteri Orpo erklärte auf X, die Streitkräfte hätten ihre Kontrollen intensiviert.

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