"Olympia-Werbung in Antholz nur mit 'Milano', 'Cortina' und 'Anterselva'"

Schützenbund sieht Olympia-Skandal

Donnerstag, 29. Januar 2026 | 10:12 Uhr

Von: luk

Antholz – Der Südtiroler Schützenbund übt Kritik an der aktuellen Olympia-Beschilderung im Biathlonstadion Antholz. Anlass ist die aus Sicht des Verbandes einseitige Verwendung italienischer Ortsbezeichnungen im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen 2026. Die Rede ist von einem “Skandal”.

Nach Angaben des Schützenbundes wird im Stadion derzeit ausschließlich mit der Marke „Milano Cortina 2026“ geworben. Auf sämtlichen Hinweistafeln sei die Bezeichnung „Anterselva Biathlon Arena“ zu finden, während der historisch gewachsene deutsche Ortsname Antholz vollständig fehle.

Landeskommandant Christoph Schmid verweist in diesem Zusammenhang auf frühere Aussagen von Landeshauptmann Arno Kompatscher, der sich zuletzt öffentlich für den Erhalt des Namens Antholz auf der offiziellen Webseite der Olympischen Winterspiele eingesetzt hatte. Die Situation vor Ort stehe jedoch im Widerspruch zu diesen Erklärungen. Gerade das Biathlonstadion Antholz sei einer der international sichtbarsten Austragungsorte Südtirols, weshalb das Fehlen der deutschen Ortsbezeichnung besonders schwer wiege.

SSB/Günther Messner

Der Südtiroler Schützenbund hatte bereits zuvor die einsprachige Darstellung auf dem offiziellen Olympia-Webauftritt kritisiert. Dort sei mittlerweile eine teilweise Korrektur vorgenommen worden. Die aktuelle Beschilderung im Stadion zeige jedoch, so der Schützenbund, dass das Problem weiterhin bestehe.

Aus Sicht des SSB reiche es nicht aus, den Schutz der Ortsnamen öffentlich zu betonen, wenn dieser im Alltag nicht umgesetzt werde. Die Verwendung der deutschen Ortsbezeichnungen müsse im öffentlichen Raum sichtbar sein, insbesondere an zentralen und international wahrgenommenen Orten wie dem Biathlonstadion in Antholz.

Bezirk: Bozen, Pustertal

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