Südtiroler Heimatbund sieht „Los von Rom-Forderung“ bestätigt

SHB: „Öffentliche Entlarvung der weltbesten Autonomie“

Dienstag, 19. Juni 2018 | 22:21 Uhr

Bozen – Der „Südtiroler Heimatbund“ (SHB) sehe sich durch die jüngsten politischen Ereignisse in seiner Forderung „Los von Rom“ immer mehr bestätigt, erklärte dessen Obmann Roland Lang.

“Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft am Bozner Rechnungshof und die Verurteilung von Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder und Ex-Amtsdirektor Heinrich Erhard zu irrealen „Schadenersatzzahlungen“ durch den Zentralen Rechnungshof trotz vorangegangenen weitgehenden Freispruchs offenbare ein erschreckendes politisches Zustandsbild”, so der Obmann des Südtiroler Heimatbundes, Roland Lang.

“Die von der SVP-Parteispitze stets in höchsten gepriesene angeblich weltbeste Autonomie werde als das entlarvt, was sie tatsächlich ist: Ein mehr als mangelhaftes Konstrukt, welches Südtirol eng an die staatlichen Strukturen und die teilweise chaotische Rechtsordnung anschmiedet und welches international-rechtlich nicht abgesichert ist”, so Lang weiter.

“Längst sei keine Rede mehr davon, dass man bei Verletzungen grundlegender Autonomierechte die „Schutzmacht“ Österreich anrufen könne. In Bozen wie in Wien wisse man ganz genau, dass man mangels rechtlicher Absicherung bei einem Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) ein mehr als hohes Prozessrisiko eingehe. Diese öffentliche Widerlegung der bisherigen Augenauswischerei in Bezug auf die Autonomie-Absicherung werde die Parteispitze der SVP auf keinen Fall riskieren”, weiter Roland Lang.

“Daher werde Südtirol in wesentlichen Autonomiefragen auch in Zukunft von den staatlichen Zentralisten wie ein Tanzbär am Nasenring vorgeführt werden und immer mehr Landsleuten werde die Richtigkeit der Forderung „Los von Rom“ bewusst”, erklärte SHB-Obmann Lang abschließend.

 

 

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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12 Kommentare auf "SHB: „Öffentliche Entlarvung der weltbesten Autonomie“"


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Martha
Martha
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

die Autonomie ist nicht mal das Papier wert !!!

Martinus
Martinus
Grünschnabel
1 Monat 14 h

Stf und Heimatbund klammern sich an jeden Strohalm um das Los von Rom zu fordern und glauben allen ernstens das es uns ohne Autonomie bei Österreich besser gehen würde. Nur ein kleines Beispiel zum Haushalt:
Bundesland Tirol (750.000 Einwohner)
3,5 Milliarden€
Land Südtirol (530.000Einwohner)
5,3 Milliarden€
Noch irgendwelche Fragen??

Tratscher
1 Monat 13 h

Es sind nicht immer nur die Summen maßgebend sondern auch eine gerechte Verteilung
ist von großer Bedeutung, denn ich glaube dass der Prozentsatz  der
Familien in Armut in Nordtirol trotz niedrigem Landeshaushalt nicht den in Südtirol
übersteigt. 
Obwohl  ich in Nordtirol geboren bin und dort die  Volksschule
besuchte bin ich kein extremer Befürworter für einen Zusammenschluss, doch wäre
eine gerechtere Verteilung in Südtirol wünschenswert um in einem so reichen
Land Familienarmut zu vermeiden.

Tratscher
1 Monat 13 h

Wie werden die Milliarden verteilt.
 Wichtige Frage, um das Wohlergehen aller Bürger festzustellen.

Martinus
Martinus
Grünschnabel
1 Monat 10 h

@Koefele
Da bin ich deiner Meinung, aber in Nord-bzw.Osttirol hat auch nicht ein jedes Dorf eine neue Feuerwehrhalle,Vereinshaus,eine eigene Umfahrung,Halbstundentakt usw. In Südtirol müsste nur die Verteilung ein wenig gerechter sein.

Tratscher
1 Monat 16 h
Wenn in Südtirol Politiker verurteilt werden wird immer der Ruf „Los von Rom“ laut, doch ich bin überzeugt, dass viel mehr Normalbürger durch Fehlurteile, auch in Südtirol, in Gefängnisse sitzen, wo sich kein Verein interessiert und sich keine Landesregierung zur Verteidigung einsetzt. Fehlverhalten werden in jedem Staat durch die Justiz festgestellt und verurteilt, nur hat der Normalbürger, auch wenn er unschuldig ist, nicht immer die finanzielle Möglichkeit sowie den politischen Halt sich zu verteidigen. Vereine sollen Vereinsarbeit leisten und Traditionen pflegen und nicht Politik betreiben, da sie dadurch nur eine Spaltung und keine Einigkeit in der Bevölkerung auslösen. Die Justiz… Weiterlesen »
bon jour
bon jour
Superredner
1 Monat 1 Tag

wir können ja gerne unsere Autonomie tauschen gegen den modellhaften Schutz der Minderheiten in Österreich.

Tratscher
1 Monat 15 h

Würden wir  Südtiroler in Österreich eine Minderheit darstellen, wenn schon die Ladiner und Italiener.

Orschgeige
Orschgeige
Superredner
1 Monat 14 h

Erzählt das mal Salvini, dann haben wir bald wieder Geheimschulen.

hans--
hans--
Grünschnabel
1 Monat 12 h

das ist wohl übertrieben  

hans--
hans--
Grünschnabel
1 Monat 12 h

diese Autonomie ist eine Scheinheiligkeit  und gut für die Wähler stimmen vor die wähle sonst muss jeder Bürger das maul halten siehe die Verteilung niemand++ der Eindringlinge++ durfte was sagen ++aber bei den Wahlen hat auch meine Stimme ein Wort  

Paul
Paul
Universalgelehrter
1 Monat 10 h

weltbeste Autonomie …so a bleds Gerede ?? für vieleicht gerade mal 20.000 Südtiroler , der grosse Rest schaut durch die Finger

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