Demographische Krise in Südtirol

„So rosig wie es scheint, ist es nicht“

Freitag, 19. Januar 2024 | 13:14 Uhr

Bozen – Die Allianz für Familie bezieht Stellung zu den alarmierend niederen Geburtenraten in Südtirol und Italien.

Südtirol verzeichnet in den letzten fünf Jahren einen Geburtenrückgang von rund zwölf Prozent. 4671 Geburten wurden 2023 in Südtirol vermerkt, während es im Jahr 2019 noch 5310 waren.

Spätestens nach Veröffentlichung dieser Zahl ist für die Allianz für Familie klar, dass der nationale Trend der rückläufigen Geburtenzahlen auch hierzulande angekommen ist – und dass es ihm entgegenzuwirken gilt.

Die Allianz für Familie unterstützt daher die Aussagen des Primars Herbert Heidegger, der betont, dass der Stellenwert der Familienpolitik ein höherer werden müsse. „Soziale und ökonomische Rahmenbedingungen müssen dahingehend verbessert werden, dass die Gründung einer Familie keine Nachteile mehr für Paare darstellt. Werden Familien in politischen Entscheidungen weiterhin nur marginal berücksichtigt, steht auch Südtirol bald vor strukturellen Herausforderungen, von denen eine schnell alternde Gesellschaft und der Fachkräftemangel nur einige sind.“

Was es braucht, um diesem Negativtrend entgegenzusteuern, hat die Allianz für Familie in ihrem Positionspapier 2022-2025 festgehalten. Darin finden sich klare und umsetzbare Maßnahmen zur Unterstützung von Familien. Neben einer konsistenten Investition in die Bildung und einen Auf- bzw. Ausbau der Kinderbetreuung, sei eine Stärkung der Familien auf staatlicher und Landesebene notwendig, so die Allianz.

Italien sei ein Staat der jahrzehntelangen inaktiven Familienpolitik, das müsse sich ändern. Obwohl Südtirol im nationalen Vergleich der Geburtenzahlen etwas besser dasteht, gebe es trotzdem nichts schönzureden. Es gelte in der neuen Landesregierung sichtbare Veränderungen vorzunehmen und die konkreten Maßnahmen im Forderungskatalog der Allianz für Familie, des KFS und des VKE, die dem Landeshauptmann bereits vor der Wahl im Forderungskatalog präsentiert wurden, umzusetzen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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20 Kommentare auf "„So rosig wie es scheint, ist es nicht“"


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Faktenchecker
1 Monat 12 Tage

Wir werden ohne Zuwanderung nicht bestehen können.

krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Wichtig ist, dass wir nicht zuviele Faktenchecker bekommen!

World
World
Superredner
1 Monat 11 Tage

Die Zuwanderer “produzieren” in der Regel mehr Kinder. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Volk mehrheit aus Menschen mit migrationshintergrund besteht und deren nachkommen. Im Artikel wird nur von Südtirol gesprochen, dabei gilt dieser demografische Wandel für alle “Erste-Welt-Nationen”.

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@Faktenchecker
nein, das wäre ünser Ende.
Eine positive Lösung wäre das LOS von ROM. Weil nämlich unsere Jungen nach Norden auswandern (und dort Kinder kriegen), damit sie der schlechten Politik von Rom entkommen.

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 11 Tage

@World Wäre das so schlimm?
Mich würde nicht stören. Sind wir was Bessere?

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 11 Tage

@bern Sehr gewagte These! Los von Rom wirds nicht geben. Träum weiter! Will niemand!

Faktenchecker
1 Monat 11 Tage

kroki, nur einer ist echt und einzigartig.

Faktenchecker
1 Monat 11 Tage

So groß ist Norden gar nicht.

“Norden (ostfriesisch Platt Nörden) ist eine Stadt im Landkreis Aurich in Ostfriesland im Nordwesten Niedersachsens. Sie liegt unweit der Nordseeküste und ist die nordwestlichste Stadt auf dem deutschen Festland. Die Bewohner Nordens heißen Norder,”

https://de.wikipedia.org/wiki/Norden_(Ostfriesland)

World
World
Superredner
1 Monat 10 Tage

Nein, mich stört das überhaupt nicht. Ich selbst verzichte ja auch auf Kinder, weil es schon genug Menschen oder besser gesagt – zu viele – auf dieser Welt gibt.
Einzig der reißerische Titel: “keine rosigen Zeiten, Demographische Krise” suggeriert dies als Problem.

sarnarle
sarnarle
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Wenn wir uns Familie mit Kinder nicht mehr leisten können dann läuft in unserer Gesellschafft was gewaltig schief.

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

gut für’s Klima. Auf der Erde leben eh schon ca. 4Milliarden Menschen zuviel

Goennenihrwichtigtuer
Goennenihrwichtigtuer
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Eltern tian mor iaz load und Kinder später, sem, wenn i in Guatemala a poor Cocktails oi loss und vlt mol vorbei kimm a Runde skizufohren und astronomische mieten zu kassieren… Absurd ober so isches… Ober schian dasses sich no ihre untian… Respekt

bislhausverstond
bislhausverstond
Superredner
1 Monat 11 Tage

Erziehungszeitn onrechnen und orbeitsplotzerholt in der privatwirtschoft muss als erstes den öffentlichn ongeglichn wern, damit die rentn va die fraun sicherer wern, donn entscheidn sich sicher einige mehr für kinder und es brauch a poor kita plätze wianiger, de sowieso mefa rar sein….aussodem FR um holbe 2 kindergortn-ende geat gor net, meine tochter hot 3 versch orbatgeber kop, kuaner hots toleriert, dasse FR fria gian muss😬

Goennenihrwichtigtuer
Goennenihrwichtigtuer
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Oder du frogsch frisch in Chef ob er die uanfoch so lei zohlt… 🤔 war wol wos… Do isch dor Stoot in dor Verantwortung soziale Gerechtigkeit walten zu lossen und Frauen die Jahre zu zohln bzw obgoben umzuschichten..

Homelander
Homelander
Superredner
1 Monat 12 Tage

Wen wunderts…🙄 vostet jo  jedis Kind warum des aso isch, wies isch…

bislhausverstond
bislhausverstond
Superredner
1 Monat 11 Tage

….sorry, hon mi vertippet….wollt schreibn FR um holbe 1 kindergortn-ende isch net akzeptabl…vor 15 johr wor olle toge bis viertl vor 3, sem isch vielen gholfn, weilse mind bis 2 orbatn kenn

na bravo
na bravo
Neuling
1 Monat 11 Tage

Privatwirtschaft den Öffis anpassen…..die Mütter derhoam bei der Familie bzw. den Kindern finanziell unterstützn, die Jahre derhoam Rentenversichern. Nor sein vieleicht die Kinder Gesellschaftsfähiger wia wennse bis am Abend fremdbetreut werden

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Nachdem wir in Europa ohnehin eine der höchsten Bevölkerungsdichten der Welt haben und mehr Ressourcen verbrauchen, als wir produzieren, muss sich irgendwann ohnehin ein solcher Trend einstellen. Wir können nicht ewig wachsen oder mit einem derartigen Ressourcenverbrauch leben.

Selbstbewertung
Selbstbewertung
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage
Allein das Geld wird es nicht richten: Finnland hat mit 1,36 Kindern pro Frau eine deutlich niedrigere Geburtenrate als der europäische Spitzenreiter Frankreich mit 1,87 – und das trotz der besseren Angebote. Die Gründe sind vielfältig, Geld ist nur einer von vielen. Zu nennen ist der Umstand, dass das erste Kind immer weiter nach hinten verlegt wir. Damit kommt auch die Biologie (Fruchtbarkeit) ins Spiel, die Spermienqualität nimmt besonders in den Industrienationen drastisch ab, die Menschen sind bequemer geworden und wollen sich weniger einschränken, die Partnerschaften werden weniger verpflichtend, viele Paare trennen sich frühzeitig (manche zum Glück)….Es gibt 1000 Gründe.… Weiterlesen »
Skye
Skye
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Ich habe viele Bekannte, die nicht mal im Traum daran denken, Kinder zu bekommen. Entweder aus Bequemlichkeit oder aus anderen Gründen. Ich jedenfalls hab deren drei…

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