Filmabend „Human Forever“ mit anschließender Diskussion

Soziale Mitte der SVP: Demenz als gesamtgesellschaftliche Herausforderung im Fokus

Montag, 01. Juni 2026 | 15:57 Uhr

Von: mk

Kaltern – Der Gemeindesozialausschuss Kaltern hat gemeinsam mit dem Altenheim Kaltern und der Gemeindeverwaltung Kaltern zu einem besonderen Filmabend eingeladen. Unter dem Titel „Demenz: Mensch sein, Mensch bleiben“ wurde im Katholischen Vereinshaus Kaltern der Dokumentarfilm „Human Forever“ gezeigt, gefolgt von einer gut besuchten Diskussionsrunde.

Der Film berührte die Besucherinnen und Besucher auf eindrucksvolle Weise und machte deutlich, dass Menschen mit Demenz trotz ihrer Erkrankung in erster Linie als Persönlichkeiten mit Biografie, Gefühlen und Bedürfnissen wahrgenommen werden sollten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Würde, Teilhabe und Menschlichkeit im Umgang mit Betroffenen im Alltag gesichert werden können.

In der anschließenden Diskussion wurde Demenz als zentrale gesellschaftliche Herausforderung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Landesrätin Rosmarie Pamer thematisierte dabei die sozialpolitische Dimension sowie notwendige strukturelle Maßnahmen. Klaus Seppi, gebürtiger Kalterer und Facharzt für Neurologie, Geriatrie und Intensivmedizin an der Universitätsklinik Innsbruck stellte die neuesten medizinische Aspekte, den Krankheitsverlauf sowie die Herausforderungen in der Versorgung und im Pflegealltag dar.

Ergänzt wurde die Runde durch den Präsidenten der Alzheimervereinigung Südtirol, Ulrich Seitz, der insbesondere die Perspektive der Betroffenen und Angehörigen einbrachte. Die Moderation der Veranstaltung übernahm Gabriele Morandell, Vorsitzende der Sozialen Mitte der SVP.

Die Diskussion stieß auf großes Interesse und spürbare Betroffenheit im Publikum. Zahlreiche persönliche Wortmeldungen unterstrichen die hohe Relevanz des Themas bei Pflegekräften, aber auch im Alltag vieler Familien.

Der Abend habe deutlich gemacht, dass Demenz stärker in den gesellschaftlichen Fokus rücken müsse und weiterhin gemeinsame Anstrengungen notwendig seien, um menschenwürdige Rahmenbedingungen für Betroffene und Angehörige in den Heimen aber auch bei der Pflege zu Hause zu schaffen.

Bezirk: Überetsch/Unterland

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