Haushaltsvoranschlag hat einen Umfang von 1,25 Milliarden Euro

Stabilitätspakt mit Sanitätsbetrieb für 2016 besiegelt 

Donnerstag, 18. August 2016 | 16:05 Uhr

Bozen – Landeshauptmann Arno Kompatscher und der Generaldirektor des Gesundheitsbetriebs, Thomas Schael, haben heute den Stabilitätspakt 2016 unterzeichnet.

Allen Patienten eine angemessene Gesundheitsversorgung zu sichern und dabei die Ausgaben stets im Auge zu behalten: Darauf zielt der Stabilitätspakt 2016 ab, den Landeshauptmann Arno Kompatscher für das Land Südtirol und der Generaldirektor des Südtiroler Gesundheitsbetriebs, Thomas Schael, heute im Landhaus 1 in Bozen unterzeichnet haben.

“Im Unterschied zum restlichen Staatsgebiet, wo der Stabilitätspakt für das Gesundheitswesen zwischen Staat und Regionen besiegelt wird, sind es in Südtirol Land und Sanitätsbetrieb, die den Stabilitätspakt unterzeichnen”, erklärt Landeshauptmann Kompatscher, “es ist ja auch das Land, das den Sanitätsbetrieb finanziert.”

Der Generaldirektor des Sanitätsbetriebs sieht im Stabilitätspakt eine Bestätigung des Haushaltsvoranschlags 2016 und der darin verankerten Maßnahmen. “Unser Haushaltsvoranschlag hat einen Umfang von 1,25 Milliarden Euro, wobei wir Einsparungen von sechs Millionen Euro vorweisen können.” Als Hauptziel definiert Generaldirektor Schael die Betriebsoptimierung. Wichtiges Stichwort ist auch die Angemessenheit. Dies gelte sowohl für die Verschreibungen, als auch für die Erbringung der Leistungen. “Patienten sollen nicht unterversorgt, aber auch nicht überversorgt werden”, so Generaldirektor Schael, “wichtig ist es, hier den Königsweg zu definieren.”

Landeshauptmann Kompatscher verwies bei der Unterzeichnung auf die Zusatzfinanzierung von 31,71 Millionen Euro, die das Land in diesem Jahr gewährt habe. Ebenso habe das Land für die Erarbeitung der EDV-Masterpläne 30 Millionen Euro bis 2018 zur Verfügung gestellt. Es gelte, so der Landeshauptmann, die Informatisierung wirksam voranzutreiben, da diese auch Einsparmöglichkeiten biete. Weitere Einsparmöglichkeiten dürfte, so Landeshauptmann Kompatscher, ein gemeinsamer Mobilitätsplan Südtirols und des Trentinos eröffnen, über den Leistungen gebündelt und zentral angeboten werden sollen.

Im Sinne der europäischen und gesamtstaatlichen Vorgaben zur Überwachung der öffentlichen Ausgaben und über die Vergleichbarkeit öffentlicher Haushalte schließt die Landesregierung jährlich Stabilitätsvereinbarungen mit den öffentlichen Körperschaften wie dem Gemeindenverband, der Universität, dem Wohnbauinstitut, der Handelskammer und eben auch mit dem Sanitätsbetrieb ab.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Stabilitätspakt mit Sanitätsbetrieb für 2016 besiegelt "


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thomas
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

Generaldirektor Dr. Schael ist top, ein Glücksfall für Sudtirol! Unsere Probleme sind wohl eher im femininen Equipment verankert….

MickyMouse
Tratscher
1 Monat 10 Tage

Meine Herren,erklären sie doch bitte mal die exorbitanten Kosten der EDV Masterpläne von 70 Millionen Euro,heuer 30 im Stabilitätspakt vorgesehen???? Jeder Profi weiss,dass es wesentlich günstiger ginge,warum wurde der Auftrag so vergeben??????????? Übrigens die Kosten für die Sanität zahlt nicht DAS LAND,sondern der Steuerzahler Herr Landeshauptmann,schmücken sie sich nicht mit fremdbezahlten Federn!

00
Grünschnabel
1 Monat 10 Tage

enk zwoa glab i olls! 😉

Diogenes
Neuling
1 Monat 10 Tage

“es ist ja auch das Land, das den Sanitätsbetrieb finanziert.” Richtig!

Die SVP argumentiert bei den Gehältern von LH und Landesregierung, eine Kürzung der Gehälter sei nicht notwendig, da die Entschädigungen
der Politiker in den autonomen Kompetenzbereich des Landes fielen und gänzlich von Südtirol finanziert würden.

Auch das Gesundheitswesen finanzieren wir zur Gänze mit unserern Steuergeldern!
Trotzdem lassen wir zu, dass Rom bestimmt: Schließungen der Stationen, Zentralisierung der Dienste, Ausbluten der Peripherie, Einflussnahme in Personalpolitik usw.

Warum, um Gottes Willen???
Das muss uns LH Kompatscher und LR Stocker mal erklären!!!!

Mikeman
Tratscher
1 Monat 10 Tage

@ MikyMouse

Es scheint da wirklich keine anständige Kontrolle zu existieren wenn  solche Beiträge für Masterpläne ungerechtfertigt sein sollten.Für eine Klärung sollte sich damit wohl der Rechnungshof 
befassen oder ??

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