"Chaotische Gesundheitspolitik"

STF: “90 Prozent der Südtiroler Jungärzte wollen nicht zurückkehren”

Freitag, 07. Juli 2017 | 12:33 Uhr

Bozen – “Die Landesregierung und Generaldirektor Schael sind mit ihrer chaotischen Gesundheitspolitik kläglich gescheitert und richten immer größeren Schaden an. Eine Erhebung der ÖH-Medizin Innsbruck zur Abwanderungstendenz von Jungärzten hat nun offenbart, wie schlecht es um das Gesundheitswesen in Südtirol bestellt ist. 90 Prozent der Südtiroler Jungärzte können sich nicht vorstellen, nach ihrer Ausbildung nach Südtirol zurückzukehren”, so die Bewegung Südtiroler Freiheit.

“Im Vergleich dazu gaben 2/3 der österreichischen Jungärzte an, in Österreich bleiben zu wollen. Auch 50% der deutschen Mediziner wollen nach ihrer Ausbildung nach Deutschland zurückkehren.
Als einige Jungärzte zu Beginn des Jahres auf die Missstände im Südtiroler Gesundheitswesen aufmerksam gemacht haben, wurden sie von der SVP noch beschimpft und als Querulanten abgestempelt. Nun zeigt sich, wie ernst die Situation ist. Wenn 90% der Jungärzte nicht mehr nach Südtirol zurückkehren wollen, bedeutet dies in kürzester Zeit einen Kollaps der Gesundheitsversorgung”, so Sven Knoll.

“Anstatt die Ursachen der Abwanderung zu bekämpfen und den Jungärzten Anreize zu bieten, nach Südtirol zurückzukehren, wird jedoch alles unternommen, um sie aus Südtirol zu vergraulen. Erst unlängst hat die SVP im Landtag einen Antrag der Süd-Tiroler Freiheit niedergestimmt, mit dem eine automatische Anerkennung der österreichischen Studientitel und Facharztausbildungen in Südtirol gefordert wurde. Wie chaotisch die Landesregierung agiert, zeigt auch das Ergebnis der Anwerbung ausländischer Mediziner. Von den 134 Bewerbern kommen nur 3%, (also 4 Personen) aus dem deutschen Sprachraum, der allergrößte Teil stammt hingegen aus Nord- und Mittelitalien und spricht somit kein einziges Wort Deutsch. Wenn die Landesregierung so weitermacht, werden schon in kurzer Zeit wichtige Dienste in den Krankenhäusern nicht mehr aufrechtzuerhalten sein bzw. dort wo es sie noch gibt, werden sich die Süd-Tiroler mit dem Arzt nicht mehr in Deutsch verständigen können. Angesichts dieser vernichtenden Bilanz wären Landesregierung und Generaldirektor eigentlich rücktrittsreif”, schließt Knoll.

Von: luk

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