Konsulargesetz: Knoll findet Polemik überzogen

STF: Mit doppelter Staatsbürgerschaft können sich Südtiroler an österreichische Konsulate wenden

Donnerstag, 19. April 2018 | 18:10 Uhr

Bozen – Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, bezeichnet die Polemik über den Entwurf zum neuen österreichischen Konsulargesetz, mit welchem auch Südtiroler die Dienste österreichische Konsulate in Anspruch nehmen könnten, als völlig überzogen. „Die heftigen Reaktionen aus Italien zeigen aber, wie wichtig gerade die doppelte Staatsbürgerschaft für die Südtiroler ist, da diese automatisch die Möglichkeit mit sich bringt, sich an alle österreichischen Auslandsvertretungen zu wenden“, erklärt Knoll.

Leider seien auch in Südtirol wieder einmal einzelne Parteien und Politiker auf das Thema aufgesprungen, ohne sich über die Hintergründe zu informieren. „Es handelt sich bisher nur um einen Gesetzentwurf zur Überarbeitung des Konsulargesetzes, der noch die Gesetzgebungsausschüsse durchlaufen muss, bevor er vom Nationalrat behandelt wird. Der Gesetzentwurf wird nun neu überarbeitet, sodass auch nicht mehr die Gefahr besteht, die Umsetzung der doppelten Staatsbürgerschaft zu verhindern, indem Italien ─ als faulen Kompromiss ─ nur einer konsularischen Vertretung der Südtiroler durch Österreich zustimmt. Die Zustimmung Italiens braucht es ohnehin nicht“, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit.

Die Diskussion habe aber doch etwas Positives gebracht, nämlich die parteiübergreifende Erkenntnis, dass es wichtig sei, dass sich die Südtiroler im Ausland an die österreichischen Behörden wenden können, um in ihrer deutschen Muttersprache zu kommunizieren.

In diesem Sinne ruft die Süd-Tiroler Freiheit alle Parteien und namentlich den Landeshauptmann dazu auf, sich mit derselben Begeisterung für die rasche Umsetzung der doppelten Staatsbürgerschaft einzusetzen. Mit der Wiedererlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft können sich die Südtiroler nämlich dann automatisch an alle österreichischen Auslandsvertretungen wenden, betont Knoll.

Im Gegensatz zu einem einfachen Konsulargesetz, das ja auch jederzeit wieder abgeändert werden könnte, bliebe mit der Staatsbürgerschaft das Recht sich an eine österreichische Vertretung im Ausland zu wenden, unauslöschlich bestehen. „Die doppelte Staatsbürgerschaft ist in jeder Hinsicht die beste Absicherung“, erklärt die Süd-Tiroler Freiheit abschließend.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "STF: Mit doppelter Staatsbürgerschaft können sich Südtiroler an österreichische Konsulate wenden"


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Gagarella
Gagarella
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

Hallo Herr Sven Knoll.  Sollte die Doppelte Staatsbürgerschaft für uns Süd-Tiroler auch nur ein wenig näher rücken, dann werde es mehr als nur vier fünf Italiener sein die Lauthals schreien werden.
Und es werden dann auch noch mehr Süd-Tiroler und noch mehr Österreicher sein die Umfallen. Jetzt bin ich mir sicher,dass ich es nicht mehr Erleben werde, auch auf Papier ein Österreicher zu sein, zu werden. Handschlag-Qualität in der Politik gibt es schon längst nicht mehr. Werde voraussichtlich auch nicht mehr Wählen gehen.

Sag mal
Sag mal
Universalgelehrter
1 Monat 8 Tage

das überrascht mich jetzt aber.Das Sind ganz neue Töne von Ihnen.Meine Stimme ist Herrn Sven Knoll sicher.

lord schnee
lord schnee
Tratscher
1 Monat 7 Tage

aber gagarella jetzt tu nicht so naiv. du weißt, dass die fpö südtirol zurück haben will. der doppelpass wäre der erste schritt dazu. für italien ist da jedes konsularisches schrittchen zu viel. logisch die wissen ja auch was da abgeht. ihr die ihr in südtirol lebt müsstet da schon katalonischen mut oder übermut oder leichtsinn oder wagemut entwickeln.

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