Von: Ivd
Bozen – Im Südtiroler Landtag ist eine neue Diskussion um das Pendlergeld entbrannt. Die Süd-Tiroler Freiheit hat einen Beschlussantrag eingebracht, mit dem eine geplante Kürzung verhindert und die bisherige Höhe der Unterstützung beibehalten werden soll.
Zur Begründung verweist die Bewegung auf die steigenden Lebenshaltungskosten im Land. Gerade Menschen, die täglich weite Strecken zur Arbeit zurücklegen, seien zunehmend finanziell belastet. Wohnen in Arbeitsplatznähe sei für viele kaum mehr leistbar, der Wohnungsmarkt angespannt, Mieten und Preise würden weiter steigen. Viele Arbeitnehmer seien deshalb gezwungen, außerhalb der Ballungsräume zu leben oder längere Arbeitswege in Kauf zu nehmen.
Sven Knoll erklärt dazu: „Wer jeden Tag früh aufsteht, arbeitet und Steuern zahlt, darf nicht zum Sparopfer der Landesregierung werden.“ Das Pendlergeld sei „keine Luxusleistung, sondern eine notwendige Unterstützung für tausende Menschen in Südtirol“. Kritisch äußert er sich auch zu den politischen Prioritäten: „Es geht nicht an, dass Prestigeprojekte wie Olympia mit Millionen bezuschusst und im Gegenzug essenzielle Leistungen gekürzt werden.“
Laut Beschlussantrag soll nicht nur auf Kürzungen verzichtet, sondern die Unterstützung langfristig an die realen Lebensbedingungen angepasst werden. Eine Reduzierung würde nach Ansicht der Süd-Tiroler Freiheit die Kaufkraft schwächen und den Arbeitskräftemangel verschärfen.
„Diese Kürzung ist finanziell für viele Arbeitnehmer nicht tragbar und strategisch von Seiten der Regierung mehr als unklug“, so Knoll. Abschließend fordert er ein klares Bekenntnis zu fairen Rahmenbedingungen für arbeitende Menschen: „Das Pendlergeld muss bleiben. Ohne Kürzungen – im Gegenteil – mit dringend gebotenen Anpassungen nach oben.“
Wie die Landesregierung auf den Vorstoß reagiert, bleibt abzuwarten.




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