"Kein Feiertag für Südtirol am 2. Juni"

Süd-Tiroler Freiheit fordert Wiedereinführung von Tiroler Feiertagen

Dienstag, 02. Juni 2026 | 16:07 Uhr

Von: mk

Bozen – Anlässlich des italienischen „Tages der Republik“ am 2. Juni erneuert die Süd-Tiroler Freiheit ihre Forderung, diesen staatlichen Feiertag in Südtirol durch einen historischen Tiroler Feiertag wie Josefi, Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam zu ersetzen. Der 2. Juni erinnert an die Volksabstimmung des Jahres 1946, bei der die Italiener zwischen Monarchie und Republik entscheiden konnten.

„Südtirol war an dieser Abstimmung nicht beteiligt. Die Südtiroler konnten weder über die Staatsform Italiens abstimmen noch über ihre eigene staatliche Zugehörigkeit entscheiden“, erklärt die Bewegung. Aus Sicht der Süd-Tiroler Freiheit ist der 2. Juni daher kein Feiertag, mit dem sich die Südtiroler historisch, kulturell oder politisch identifizieren könnten. Bereits in früheren Stellungnahmen hat der Landtagsabgeordnete Sven Knoll darauf hingewiesen, dass Südtirol damals nicht an der Abstimmung habe teilnehmen dürfen und die Südtiroler nicht als Italiener betrachtet worden seien.

„Südtirol ist nicht Italien. Die Südtiroler sind keine Italiener, sondern Tiroler und Österreicher mit eigener Geschichte, Kultur und Identität. Der 2. Juni ist daher kein Feiertag unseres Landes, sondern ein staatlicher Feiertag Italiens, mit dem Südtirol nichts zu tun hat“, betont die Süd-Tiroler Freiheit.

Sven Knoll erinnert daran, dass sich die überwältigende Mehrheit der Südtiroler Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg für die Wiedervereinigung mit Tirol und Österreich ausgesprochen habe. Die Zugehörigkeit Südtirols zu Italien sei daher nicht das Ergebnis einer freien Entscheidung der Südtiroler gewesen. „Während Italien am 2. Juni seine Republik feiert, erinnert dieser Tag viele Südtiroler daran, dass unser Land gegen den Willen seiner Bevölkerung bei Italien verblieben ist. Deshalb gibt es für Südtirol an diesem Tag keinen Grund zum Feiern“, so die Bewegung.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert daher erneut, den Feiertag am 2. Juni in Südtirol durch einen traditionellen Tiroler Feiertag zu ersetzen. Besonders Josefi, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam seien tief in der Geschichte, Kultur und religiösen Tradition Tirols verwurzelt und würden die Identität des Landes wesentlich besser widerspiegeln als ein italienischer Staatsfeiertag. „Anstelle eines Feiertages, der die Geschichte und Identität Italiens feiert, braucht Südtirol Feiertage, die unserer eigenen Geschichte, unserer Tiroler Kultur und unserem christlichen Erbe entsprechen. Josefi, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam sind Teil unserer Tradition. Sie verdienen es, wieder als gesetzliche Feiertage anerkannt zu werden“, meint Knoll.

Die Süd-Tiroler Freiheit wird sich daher weiterhin dafür einsetzen, den 2. Juni in Südtirol durch einen historischen Tiroler Feiertag zu ersetzen und die gewachsene Tiroler Identität des Landes sichtbar zu stärken.

Bezirk: Bozen

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