Von: mk
Bozen – Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit überraschten Karola Unterkircher anlässlich ihres 80. Geburtstages. Die Landtagsabgeordneten Gudrun Kofler, Sven Knoll, Hannes Rabensteiner und Bernhard Zimmerhofer überbrachten Karola Unterkircher Glückwünsche aus dem Süden Tirols.

Karola Unterkircher verbrachte fast elf Jahre in italienischen Gefängnissen. Ihr wurde vorgeworfen, 1984 an der Sprengung eines Strommastes bei Meran beteiligt gewesen zu sein und den Sprengstoff nach Südtirol gebracht zu haben. Die Verurteilung stützte sich maßgeblich auf die Aussagen des Belastungszeugen Adalbert Holzner. Dessen Aussagen waren jedoch über Jahre hinweg widersprüchlich. Andere Beteiligte bestritten Unterkirchers Mitwissen an der Sprengung. Zudem gibt es Vorwürfe, dass Ermittlungsprotokolle manipuliert worden sein könnten.
Auch die Umstände ihrer Festnahme 1994 am Timmelsjoch werfen weiterhin Fragen auf. So steht bis heute im Raum, dass sie von italienischen Polizeikräften auf der Nordtiroler-Seite entführt und über die Grenze gebracht wurde.
„Zum 80. Geburtstag steht aber nicht das Urteil im Mittelpunkt, sondern der Mensch. Karola Unterkircher ertrug Jahre der Haft und Anfeindungen. Dennoch ist sie ihren Überzeugungen treu geblieben. Ihr Lebensweg ist geprägt von einer tiefen Verbundenheit mit Tirol“, betont der Landtagsabgeordnete Sven Knoll.
Die Süd-Tiroler Freiheit wünscht Karola Unterkircher weiterhin Gesundheit, Kraft und viele erfüllte Jahre im Kreise ihrer Familie und Freunde.




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