Alt-LH-Durnwalder war 2015 als "Botschafter der Autonomie" vor Ort

Südtirol-Autonomie für Donbass: “Traum hat sich verflüchtigt”

Mittwoch, 23. Februar 2022 | 17:17 Uhr

Bozen – Alt-Landeshauptmann Luis Durnwalder sieht unter den gegenwärtigen Umständen einen Friedensprozess in der Ukraine nach dem Vorbild der Südtirol-Autonomie für gescheitert.

Wie Alto Adige online berichtet, war Durnwalder im Jahr 2015 im Donbass, um dort das Erfolgsmodell der Autonomie in Südtirol als mögliche Lösung für den bereits damals bestehenden Konflikt vorzustellen.

Die Voraussetzungen seien vergleichbar, wenn auch nicht identisch gewesen, so der Alt-Landeshauptmann: eine russischsprachige Minderheit und eine Schutzmacht (Russland). Es habe viel Interesse für seine Ausführungen und das Südtirol-Modell gegeben, erklärt Durnwalder.

Vor allem die Südtiroler Kompetenzen für Wirtschaft, Kultur und Bildung seien beachtet worden. Sobald er aber erläutert habe, dass die Polizeikräfte, das Heer und die Außenpolitik Rom unterstellt sind, sei die Stimmung gekippt. Man habe ihm gesagt, dass dies für den Donbass nicht vorstellbar sei, erinnert sich der Alt-Landeshauptmann.

Natürlich hätte die Südtirol-Autonomie nicht zu 100 Prozent auf das Gebiet im Osten der Ukraine übertragen werden können. Es hätte aber einen Anstoß in die richtige Richtung geben können, so Durnwalder.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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maultrommel
maultrommel
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Es braucht schon eine gehörige Portion Ignoranz, Unwissenheit und Überheblichkeit, wenn ein paar satte südtiroler Politiker der Meinung sind, man kann die Südtiroler Autonomie ganz einfach an die russische Grenze exportieren. Diese Unwissenheit und überhebliche Ignoranz ist typisch für die von Rom und Wien gehätschelten südtiroler Politheinis.

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