Von: mk
Bozen – Im Alter von 70 Jahren ist am 18. Mai Gianclaudio Bressa, ehemaliger Bürgermeister von Belluno und für sechs Legislaturen Parlamentarier in Rom (fünf als Kammerabgeordneter, eine als Senator), verstorben. Bressa vertrat von 2001 bis 2022 den Wahlkreis Trentino-Südtirol, er bekleidete zudem das Amt des Staatssekretärs für regionale Angelegenheiten. Über viele Jahre war Bressa auch Mitglied der Zwölfer- und der Sechserkommission, letztgenannter stand er auch als Präsident vor.
Bressas Einsatz für die Anliegen der Autonomien und der Sprachminderheiten wurde im Jahr 2013 mit dem Großen Verdienstorden des Landes Südtirol, der ranghöchsten Auszeichnung des Landes, ausgezeichnet.
“Mit Gianclaudio Bressa verlieren wir einen zuverlässigen Gesprächspartner, der die Anliegen der Autonomie konsequent und aus Überzeugung vertreten hat”, betont Landeshauptmann Arno Kompatscher. Bressa habe Südtirols Autonomie und deren Interessen als Herzensangelegenheit “Der Schutz unserer und anderer Sprachminderheiten prägten sein politisches Wirken. Mit Gianclaudio Bressa verlässt uns ein Politiker mit Format, ein überzeugter Mitstreiter für die Anliegen der Autonomie und ein Freund Südtirols”, sagt Landeshauptmann Kompatscher, der den Angehörigen von Gianclaudio Bressa im Namen der gesamten Landesregierung und des Landes Südtirol sein aufrichtiges Beileid ausspricht.
SVP bezeichnet Gianclaudio Bressa als “großen Südtirolfreund”
„Am heutigen Montag hat uns eine traurige Nachricht erreicht: Gianclaudio Bressa ist unerwartet von uns gegangen. Mit ihm verlieren wir eine wichtigen Ansprechpartner auf nationaler Ebene, der Südtirol nicht nur kannte, sondern immer ein offenes Ohr für die Anliegen Südtirols hatte“, sagt SVP-Obmann Dieter Steger.
Steger würdigt den in Belluno geborenen PD-Politiker als jemand, der für die Südtiroler Volkspartei ein wichtiger Ansprechpartner war und als jemanden, mit dem man einiges für Südtirol nachhause holen konnte.
Gianclaudio Bressa ist Träger des Großen Verdienstordens des Landes, das ihm seiner Zeit von Altlandeshauptmann Luis Durnwalder verliehen wurde. Er war Mitglied in der Sechser- und Zwölferkommission und hatte in letzterer auch den Sitz des Präsidenten inne. Von 2001 bis zu den letzten Parlamentswahlen war er gewählter Parlamentarier für Trentino-Südtirol.
„Er war ein Südtirol-Freund, ein Politiker mit Handschlagqualität und nicht zuletzt ein ausgewiesener Experte in Verfassungsfragen“, sagt Dieter Steger und drückt im Namen der Südtiroler Volkspartei seiner Familie und den Hinterbliebenen Beileid aus. „Als Südtiroler Volkspartei werden wir ihn und sein politisches Wirken in ehrender Erinnerung behalten“.
Unterberger: “Wir werden ihn immer in Ehren und herzlicher Erinnerung behalten”
Auch SVP-Senatorin Julia Unterberger trauert um den PD-Politiker. “Gianclaudio Bressa war ein Freund der Sonderautonomien und Südtirols. Er hatte eine profunde Kenntnis unseres Landes und spielte in den Jahren der Mitte-Links-Regierungen eine entscheidende Rolle dabei, unseren Anliegen Gehör zu verschaffen. Als er in seiner letzten Legislaturperiode in den Senat gewählt wurde, schloss er sich der Autonomiegruppe an. Auf diesem gemeinsamen Weg lernten wir neben seiner Kompetenz und Erfahrung auch seine menschlichen Qualitäten kennen und schätzen: Er war ein loyaler, leidenschaftlicher Mann, der stets offen für den Dialog war. Wir werden ihn immer in Ehren und herzlicher Erinnerung behalten. Seiner Familie und seinen Angehörigen gilt unser aufrichtiges Beileid”, so Unterberger in einer Aussendung.




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