Unterholzner macht Vorschlag

“Südtiroler Covid-Erfahrungs-Ressourcen nutzen”

Dienstag, 03. November 2020 | 12:21 Uhr

Bozen – „Alle Ressourcen, die Südtirol zur Verfügung hat, zu nutzen, um so schnell wie möglich aus dieser Situation herauszukommen,“ dazu will der Landtagsabgeordnete Josef Unterholzner anregen.

Die Lage sei prekär. “Offensichtlich wissen nicht nur wir in Südtirol nicht, wie man dem Phänomen am besten begegnen soll. Außer der in Aussicht gestellten Impfung oder dem Kohortenprinzip gibt es so gut wie keine lösungsorientierten Vorschläge. Die Medizin ist keine Wissenschaft, sie nutzt aber Wissenschaften und deren Erforschungen (Technik, Chemie, Biologie usw.) und stellt diese in den Dienst der Heilung oder Besserung. Die Medizin hat aber noch etwas sehr Wichtiges zu bieten: die Erfahrung der Ärzteschaft. Leider wird diese in den letzten Jahrzehnten immer mehr von der evidenzbasierten Medizin verdrängt. Diese stützt sich in erster Linie auf wissenschaftliche Studien. Diese sind das Um und Auf bezüglich der sogenannten allgemeinen wissenschaftlichen Anerkennung”, so Unterholzner.

“Wir haben auch in Südtirol viele Ärztinnen und Ärzte mit großer Erfahrung und wir haben auch valide Biostatistiker. Bringen wir die beiden Gruppen doch zusammen und machen validierte, randomisierte Studien zu Covid. Selbstredend müssen diese im Vorfeld von der Ethikkommission begutachtet und abgesegnet werden. Vorstellbar wäre, zum Beispiel, dass, durch Zufall ausgewählte ‘Positive’ dazu eingeladen werden an einer Studie teilzunehmen. Inhalt der Studie(n) könnten Therapieansätze sein, die – immer unter der Voraussetzung des nihil nocere – testen, ob bestimmte, zum Teil auch in den Medien kursierende Medikamente oder Heilmethoden überhaupt nützen – oder eben nicht. Dies weit abseits von den kleinkindlich anmutenden Streitigkeiten zwischen Befürwortern und ‘Weltverschwörungsanhängern’. Die einzelnen, zu testenden Methoden könnte durch eine Fachgruppe bestimmt werden. Meines Erachtens Voraussetzung für diese Gruppe ist, dass auch Komplementärmediziner und Psychologen mit von der Partie sind”, so Unterholzner abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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