Schuldenfinanzierung von 14 Millionen Euro gehe zu Lasten der Allgemeinheit

Taibon: „Finanznotlage von 37 Millionen Euro in der Gemeinde Sand in Taufers katastrophal“

Donnerstag, 01. Februar 2018 | 17:48 Uhr

Sand in Taufers – „Der vom Gemeinderat von Sand in Taufers auf der letzten Sitzung beschlossene Finanzausgleich von 14 Millionen Euro hätte besser verhandelt werden müssen“, davon ist der freiheitliche Bezirksobmann Lois Taibon überzeugt.

„Die Gemeinderäte vom Bündnis Taufers 2010 haben bei der Behandlung der außerordentlichen Haushaltsfinanzierung der Gemeinde wirklich sehr gute Vorschläge auf den Tisch gebracht. Wenn diese von der Mehrheit berücksichtigt worden wären, hätte die Gemeinde die wahrlich katastrophale Haushaltssituation ohne zusätzliche Belastungen für die Bürger von Sand in Taufers schrittweise in den Griff bekommen können“.

Taibon schließt sich somit der Kritik der Gemeinderäte vom Bündnis Taufers 2010 am Finanzausgleich an. Diese Maßnahme sieht nun vor, dass die Bürger von Sand in Taufers für mindestens 25 Jahre höhere IRPEF-Zuschläge und Gemeindeabgaben zahlen müssen, um so das Finanzloch von insgesamt 37 Millionen Euro der alten Verwaltung teilweise zu vermindern. „Dass die Allgemeinheit für die Misswirtschaft der ehemaligen Gemeindeverwaltung gänzlich aufkommen soll, ist unentschuldbar“, so der freiheitliche Bezirksobmann.

Die Hauptkritikpunkte richten sich hauptsächlich an der finanziellen Notsituation der gemeindeeigenen Betriebe und die vorgelegten Sanierungsmaßnahmen wie die vorzeitige Rückzahlung der bestehenden Bank-Darlehen der Sportcenter GmbH im Ausmaß von 9 Millionen Euro, eines weiteren Kredits von 1,5 Millionen Euro für Verbindlichkeiten beim Schwimmbad Cascade sowie die Kapitalaufstockung der Taufer GmbH (Fernwärme) mit 3,5 Millionen Euro, die nun von der Gemeinde getragen werden müssen.

Kritik gibt es in diesem Zusammenhang auch für die Landesregierung. „Während das Land in Meran die Thermen bei der Tilgung von vorzeitigen Darlehenstilgungen unterstützt oder am Kronplatz private Unternehmen beim Bauen von Museen mit 3 Millionen Euro unter die Arme springt, erhält die Gemeinde von Sand in Taufers so gut wie keine Hilfe vom Land. De facto wird die Bevölkerung von Sand im Regen stehen gelassen. In Eigeninitiative ist sie jetzt dazu verdonnert, für 25 Jahre höhere Steuern und Abgaben zu leisten. Hätte man die Einwände und Bedenken der Gemeinderäte vom Bündnis Taufers 2010 von Beginn an halbwegs ernst genommen, wäre den Bürgern von Sand in Taufers diese gravierende Finanzschieflage erspart geblieben“, so Taibon abschließend.

Von: mho

Bezirk: Pustertal

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