Dieses Symbolbild zeigt US-Apache-Helikopter

Tausende US-Fallschirmjäger in Nahost – Iran-Einsatz offen

Montag, 30. März 2026 | 20:27 Uhr

Von: APA/Reuters

Im Nahen Osten sind nach Angaben von Vertretern der US-Regierung Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision eingetroffen. Bereits am Wochenende seien 2.500 Marineinfanteristen in die Region verlegt worden, sagten die US-Insider am Montag. Der genaue Einsatzort der Soldaten, zu denen auch eine Kampfbrigade sowie Logistik- und Kommandoeinheiten gehören, wurde zunächst nicht genannt. Eine Entscheidung über Vorstöße von Bodentruppen im Iran sei jedoch noch nicht gefallen.

Die zusätzlich zu den bereits in Nahost stationierten Soldaten sollen einem der Insider zufolge die Kapazitäten für mögliche Einsätze erhöhen. US-Präsident Donald Trump wägt derzeit nach eigenen Angaben das weitere Vorgehen im Krieg gegen den Iran ab. Am Montag erklärte er, die USA befänden sich in Gesprächen mit einem “vernünftigeren Regime”, um den Konflikt zu beenden. Zugleich forderte er die Regierung in Teheran erneut dazu auf, die Straße von Hormuz zu öffnen. Andernfalls drohten US-Angriffe auf iranische Ölquellen und Kraftwerke.

In der US-Regierung wurden Reuters-Informationen zufolge verschiedene Einsatzszenarien für Bodentruppen diskutiert. Dazu zähle die Einnahme der Kharg-Insel, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden, sowie die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormuz. Zudem sei ein Vorstoß ins Landesinnere zur Sicherstellung von hochangereichertem Uran erörtert worden.

Einsatz im Iran birgt Risiken

Ein Einsatz von US-Soldaten im Iran birgt für Trump erhebliche Risiken. Die Zustimmung der Bevölkerung zu dem Militäreinsatz ist gering. Zudem hatte Trump vor seiner Wahl versprochen, die USA aus neuen Konflikten im Nahen Osten herauszuhalten.

Seit Beginn der Offensive am 28. Februar haben die USA nach eigenen Angaben Angriffe auf über 11.000 Ziele ausgeführt. Dabei wurden bisher 13 US-Soldaten getötet und mehr als 300 weitere verletzt. Das Rote Kreuz hatte vergangene Woche erklärt, auf iranischer Seite seien bei den Angriffen bisher rund 1.900 Menschen getötet und mindestens 20.000 verletzt worden.

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