Von: luk
Bozen – Angesichts zunehmender Geschäftsschließungen im Bozner Stadtzentrum fordert das Team K ein aktiveres Eingreifen der Stadt. Die Gemeinderatsmitglieder Thomas Brancaglion und Matthias Cologna haben dazu einen Beschlussantrag eingebracht, der die Umnutzung leerstehender Geschäftslokale vorsieht.
Hintergrund ist ein anhaltender Trend: Immer mehr Geschäfte schließen, insbesondere in zentralen Lagen. Als Gründe werden unter anderem hohe Mieten, die Konkurrenz durch den Online-Handel sowie sinkende Besucherzahlen genannt. Laut Team K handle es sich dabei nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem, auf das bisher eine klare Antwort der Stadt fehle.
Der Vorschlag der beiden Gemeinderäte sieht vor, dass die Gemeinde selbst aktiv wird, leerstehende Gewerbeflächen anmietet und diese zu günstigen Konditionen oder kostenlos an Vereine, Bürgerinitiativen, junge Künstlerinnen und Künstler sowie Handwerksbetriebe weitergibt. Grundlage sollen sogenannte Kooperationsvereinbarungen sein, wie sie bereits in anderen Städten – etwa in Trient – erprobt wurden.
Der Antrag fordert zudem eine systematische Erhebung leerstehender Lokale in stark frequentierten Zonen sowie die Ausarbeitung klarer Kriterien für deren Vergabe. Auch finanzielle Mittel für Mieten und notwendige Anpassungen sollen eingeplant werden, wobei auch Fördergelder auf nationaler und europäischer Ebene geprüft werden sollen.
Brancaglion betont, leerstehende Geschäftslokale seien nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern beeinträchtigten die Attraktivität des öffentlichen Raums. Gleichzeitig gebe es zahlreiche Initiativen auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Cologna unterstreicht, die Gemeinde solle aktiv vermitteln, um diese Flächen wieder im Sinne der Allgemeinheit zu nutzen.




Aktuell sind 1 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen