Von: apa
Der umstrittene Technologie-Milliardär Peter Thiel hat laut Angaben der Wiener Festwochen seine Teilnahme an einer Diskussion mit Festival-Chef Milo Rau und dem Theologen Wolfgang Palaver bestätigt. Die Veranstaltung, die bereits vor ihrer Ankündigung für Gesprächsstoff sorgte, soll am 7. Juni im Hotel Intercontinental über die Bühne gehen – wenn man sich nicht doch noch anders entscheidet. Darüber soll nämlich am Freitag in einer öffentlichen Debatte erst diskutiert werden.
In einer Aussendung der Festwochen am Mittwochnachmittag wird Thiel als “US-amerikanischer Tech-Milliardär und Weltuntergangsprophet” bezeichnet, der am Abend des 7. Juni in Wien mit dem “linken Theologen” Palaver und Rau zum Thema “Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik” sprechen wird. Thiel erhalte für seinen Auftritt keine Gage.
Öffentliche Debatte im Odeon Theater
Man versuche heuer “in einer Vielzahl von Veranstaltungen die Verbindungen zwischen Religion, Tech-Kapitalismus und Realpolitik” auszuloten. “Peter Thiel gilt als mächtiger Strippenzieher, der bevorzugt im Hintergrund agiert. Seine Antichrist-Vorlesungen fanden weltweit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt”, heißt es. Das soll nun in Wien anders werden – wenn die Veranstaltung auch wirklich stattfindet.
Denn: “Bereits im Vorfeld kursierten Medienberichte hierzu und riefen kritische Gegenstimmen auf den Plan. Entsprechend der demokratischen Verfassung der Freien Republik Wien und dem Vorgehen, dass sie sich mit dem Cancel-Prozedere der Wiener Erklärung gegeben hat, wird deshalb eine Debatte der Republik abgehalten, bei der öffentlich über die Gründe für die Einladung von Palaver und Thiel gesprochen wird und alle Meinungen dazu gehört werden”, so die Initiatoren.
Diese Debatte soll nun am 29. Mai um 16.00 Uhr im Wiener Theater Odeon abgehalten werden. Mit dabei sein werden Rau, die leitende Dramaturgin, Sara Abbasi, Palaver und die Politikwissenschafterin Monika Mokre. “Auf Basis dieser offenen Debatte werden die Wiener Festwochen am Samstag, den 30. Mai, eine Entscheidung treffen, ob die Veranstaltung wie geplant stattfinden kann”, heißt es.




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