Präsidentensitz in Islamabad für die Gespräche besonders abgesichert

Teheran fordert vor Verhandlungsbeginn Libanon-Waffenruhe

Freitag, 10. April 2026 | 19:23 Uhr

Von: APA/AFP/Reuters/dpa

Vor den Friedensgesprächen zwischen dem Iran und den USA hat der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf Bedingungen für den Start der Verhandlungen gestellt. “Zwei der Maßnahmen, auf die sich die Parteien geeinigt haben, müssen noch umgesetzt werden: ein Waffenstillstand im Libanon und die Freigabe der iranischen Vermögenswerte, noch vor Beginn der Verhandlungen”, schrieb Ghalibaf am Freitag auf X. Die Friedensgespräche finden am Samstag in Pakistan statt.

Zu dem Treffen wird auch US-Vizepräsident JD Vance in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erwartet. “Diese beiden Fragen müssen geklärt werden, noch bevor die Gespräche beginnen”, fügte Ghalibaf an. Der Parlamentspräsident äußerte sich kurz, nachdem Vance in den USA abgeflogen war. Zuvor hatte der Republikaner die iranische Seite davor gewarnt, “Spielchen zu spielen”. Ghalibaf und der iranische Außenminister Abbas Araqchi sollen voraussichtlich die iranische Delegation bei den Gesprächen anführen.

Die pakistanische Regierung hatte bei der Verkündung der von ihr vermittelten Waffenruhe zwischen Washington und Teheran erklärt, diese erstrecke sich auch auf den Libanon. US-Vizepräsident Vance wies dies hingegen zurück. Die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte war bisher nicht als Voraussetzung für den Beginn der Gespräche genannt worden. Die Aufhebung aller Sanktionen gegen den Iran ist jedoch Teil der zehn Forderungen, die Teheran zu Beginn der Verhandlungen gestellt hatte.

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