Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf

Teheran will “neue Trümpfe” ausspielen

Dienstag, 21. April 2026 | 04:38 Uhr

Von: APA/AFP/Reuters

Im Falle einer Wiederaufnahme des Iran-Krieges stehen Teheran dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammed Bagher Ghalibaf zufolge “neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld” zur Verfügung. “In den vergangenen zwei Wochen haben wir uns darauf vorbereitet, neue Trümpfe auf dem Schlachtfeld auszuspielen”, schrieb Ghalibaf, der iranische Chefunterhändler in den Gesprächen mit den USA, am Montag auf X. Er bekräftigte, Teheran akzeptiere “keine Verhandlungen im Schatten von Drohungen”.

Zwei Tage vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe im Iran-Krieg herrschte zunächst weiter Ungewissheit über die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hat nach Angaben seines Außenministeriums “noch keine Entscheidung” über eine Teilnahme an Gesprächen mit den USA in Pakistan getroffen. Eine US-Delegation unter der Leitung von Vizepräsident JD Vance wurde unterdessen in Islamabad erwartet.

Wie das Nachrichtenportal Axios in der Nacht auf Dienstag meldete, reist Vance tatsächlich nach Pakistan. Axios berief sich dabei auf US-Insider. Eine offizielle Stellungnahme aus Washington lag zunächst allerdings nicht vor.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, gab sich dem Sender Fox News gegenüber zuversichtlich, dass die USA ein “wirklich gutes Abkommen” schließen würden. Die USA stünden kurz vor einer Einigung, sagte Leavitt weiter.

Trump droht Teheran erneut

US-Präsident Donald Trump sagte, eine Verlängerung der Waffenruhe sei “höchst unwahrscheinlich”. Er drohte dem Iran erneut mit massiven Angriffen, falls die Feuerpause ohne neue Einigung ausläuft. Die vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran läuft Trump zufolge Mittwochabend Washingtoner Zeit aus.

Die USA und Israel hatten Ende Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien auf eine zweiwöchige Feuerpause, die am Mittwoch auslaufen würde. Während der Waffenruhe sollte unter Vermittlung Pakistans eine dauerhafte Friedenslösung ausgehandelt werden. Die erste Gesprächsrunde vor rund einer Woche war allerdings ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

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