Von: mk
Bozen – Am Dienstag hat sich die Befreiung von Butscha gejährt. Das Massaker ist eine Mahnung an die Welt und vor allem an uns Europäer, den Krieg in der Ukraine weiter im Gedächtnis zu behalten.
Obwohl der Krieg Israels und von den USA gegen den Iran derzeit die Schlagzeilen beherrscht, lässt die Erinnerung an Butscha die Ukraine wieder in den Vordergrund rücken. Die Kleinstadt war in den ersten Kriegstagen im Frühjahr 2022 von russischen Truppen besetzt worden. Nach ihrer Befreiung durch die ukrainischen Streitkräfte warfen unsägliche Gräueltaten ein Schlaglicht auf die Kriegsverbrechen, die Russlands Armee begangen hat: Auf den Straßen lagen unzählige getötete Zivilisten – manche mit gefesselten Händen.
Ukrainischen Angaben zufolge wurden in Butscha mehr als 400 tote Zivilisten registriert. In der Region insgesamt waren es mehr als 1.300 – darunter mehr als 700, die erschossen wurden. Auch die UN bestätigte die Tötung von Zivilisten.
Die Haltung Russlands dazu zeigt dagegen, wie tief das Geflecht aus Lügen reicht. Russische Offizielle weisen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens bis heute zurück und sprechen von einer Inszenierung.
Gleichzeitig ist der Jahrestag eine Erinnerung daran, dass der Krieg vier Jahre dauert anstatt drei Tage, wie Kreml-Despot Wladimir Putin ursprünglich vermutete.
Ähnlich dürfte es derzeit US-Präsident Donald Trump ergehen, der sich wohl ebenfalls erhoffte, dass sich das Regime im Iran rasch ergibt. Doch bekanntlich hat auch Trump kein Problem damit, die Welt und die eigene Bevölkerung zu belügen.




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