Von: Ivd
Bozen/Innsbruck – Hoch über Innsbruck empfing heute die Tiroler Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann ihre Amtskollegen Arnold Schuler (Südtirol) und Claudio Soini (Trentino) zum Arbeitsgespräch. Im Mittelpunkt des Treffens standen die Abstimmung der kommenden Termine sowie die mögliche Weiterentwicklung des Dreier-Landtages unter Einbindung der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino. Zudem wurde der Euregio-Lawinenwarndienst vorgestellt – stimmig auf der verschneiten Innsbrucker Seegrube.
Zu Beginn des Austauschs referierte der Europarechtsexperte Walter Obwexer zu allfälligen Satzungsänderungen der Euregio und zu den rechtlichen Spielräumen für eine vertiefte Zusammenarbeit mit den Landesparlamenten. Ledl-Rossmann, Schuler und Soini sehen darin Potenzial, den Dreier-Landtag noch näher an die Euregio heranzuführen. Dem Vorschlag des Euregio-Präsidenten Anton Mattle, sich an einer Reformarbeitsgruppe aktiv einzubringen, stehen sie positiv gegenüber.
„Das heutige Treffen hat einmal mehr verdeutlicht, dass wir uns für die Zukunft einen starken und handlungsfähigen Dreier-Landtag wünschen. Deshalb unterstützen wir Maßnahmen, die dieses Ziel fördern, etwa auch durch die engere Zusammenarbeit zwischen unserem gemeinsamen Landtag und der Euregio“, betont Tirols Landtagspräsidentin und Gastgeberin Sonja Ledl-Rossmann.
Euregio-Lawinenreport schützt Leben und verdeutlicht Wert der engen Zusammenarbeit
Als konkretes Beispiel erfolgreicher grenzüberschreitenden Kooperation wurde auf der Innsbrucker Seegrube der Euregio-Lawinenwarndienst vorgestellt. Der gemeinsam von Tirol, Südtirol und dem Trentino erstellte Lawinenreport basiert auf einem Beschluss des Dreier-Landtags und startete vor kurzem in seine achte Wintersaison. Durch die Einbindung weiterer Mikroregionen ermöglicht er nun eine noch genauere Einschätzung der lokalen Lawinengefahr. Neu sind zudem grenzübergreifende Berichte gemeinsam mit dem Land Kärnten sowie ein WhatsApp-Channel, über den aktuelle Informationen direkt auf das Smartphone der Nutzenden gelangen. Der Euregio-Lawinenreport verdeutlicht damit eindrucksvoll, welchen praktischen Nutzen grenzüberschreitende Zusammenarbeit für die Sicherheit der Bevölkerung im Alpenraum bringt.
„Lawinen und andere Naturgewalten machen an Grenzen nicht halt, deshalb ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit gerade auch im Zivilschutz entscheidend, um Risiken frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall schnell und koordiniert handeln zu können. Durch das Teilen von Wissen und eine abgestimmte Zusammenarbeit können Leben geschützt und die Sicherheit der Menschen in unseren Bergregionen nachhaltig gewährleistet werden“, unterstreicht der Präsident des Südtiroler Landtages, Arnold Schuler.
Ledl-Rossmann, Schuler und Soini haben sich bei ihrem gestrigen Austausch zudem über den weiteren Fahrplan für kommende Treffen geeinigt, etwa für die nächste Sitzung der Interregionalen Landtagskommission im Frühjahr.




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