Von: APA/Reuters/AFP
Die USA wollen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump ihre Truppenpräsenz in Deutschland über die bereits angekündigte Zahl hinaus herunterfahren. “Wir werden die Zahl noch deutlich stärker reduzieren, und zwar um weit mehr als 5.000” US-Soldaten, sagte Trump am Samstag (Ortszeit) in West Palm Beach. Am Vortag hatte das US-Verteidigungsministerium nach erneuten Drohungen von Trump den Abzug von rund 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet.
Der Abzug dürfte “in den kommenden sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein”, erklärte Pentagon-Sprecher Sean Parnell am Freitag (Ortszeit). Die US-Entscheidung zum Abzug aus Deutschland folge “auf eine gründliche Überprüfung der Truppenpräsenz des US-Verteidigungsministeriums in Europa”.
Auch Spanien und Italien mit Abzug gedroht
Außer Deutschland hatte Trump auch Spanien und Italien mit einem Abzug von US-Truppen gedroht. “Italien war uns überhaupt keine Hilfe, und Spanien war schrecklich, absolut schrecklich”, fügte er mit Blick auf die von ihm erhoffte Unterstützung von Verbündeten im Iran-Krieg hinzu.
Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Teheran sperrt zudem die Straße von Hormuz, während die USA iranische Häfen blockieren.
Nach offiziellen Angaben waren Ende Dezember gut 36.000 US-Soldaten in Deutschland stationiert – mehr als in jedem anderen europäischen Land. Das deutsche Verteidigungsministerium sprach am Samstag von “insgesamt fast 40.000” US-Soldaten, die “aktuell” in Deutschland stationiert seien. Insgesamt unterhält die US-Armee rund 20 Einrichtungen in Deutschland, vor allem im Süden und Südwesten.




Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden
Kommentare anzeigen