Von: APA/Reuters/dpa/AFP
US-Präsident Donald Trump hat Montagabend im Weißen Haus gesagt, es sei unklar, ob das geistliche Oberhaupt des Irans, Mojtaba Khamenei, noch am Leben ist. Einige Leute sagten, Khamenei sei tot, andere sagten, er sei schwer verletzt. Trump fügte hinzu, man wisse nicht, wer gegenwärtig für den Iran spreche. “Wir kennen ihre Führer nicht.” Er denke aber, dass Teheran ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs anstrebe. An den Einsatz von Nuklearwaffen durch Israel glaube er nicht.
Außerdem erklärte Trump bei einer Veranstaltung im Weißen Haus weiter, dass der Militäreinsatz der USA gegen den Iran in den vergangenen Tagen “mit voller Kraft” fortgesetzt wurde. Die Vereinigten Staaten hätten seit Kriegsbeginn mehr als 7.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen, sagte Trump.
Laut Trump ist Frankreich offenbar bereit, bei der Öffnung der Straße von Hormuz zu helfen. Er habe am Sonntag mit seinem Amtskollegen Emmanuel Macron gesprochen, sagte Trump. US-Außenminister Marco Rubio werde die Namen der Länder bekanntgeben, die bei dem Einsatz helfen wollten. Ob Trumps Darstellung den Tatsachen entspricht, blieb zunächst offen.
Trump sagte weiter, er sei “nicht glücklich” mit der ablehnenden Antwort des britischen Premierministers Keir Starmer gewesen. Er äußerte die Hoffnung, dass sich Großbritannien “vielleicht” an dem Einsatz beteiligen werde.
Deutschlands Kanzler Friedrich Merz erteilte einer deutschen militärischen Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Meeresenge indes eine Absage. Die NATO sei ein Verteidigungsbündnis und kein Interventionsbündnis, sagte Merz bei einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten im Kanzleramt in Berlin. “Deswegen wünsche ich mir, dass wir auch mit dem notwendigen Respekt im Bündnis hier miteinander umgehen.” Der Iran-Krieg sei keine Angelegenheit der NATO, betonte er.
Larijani bekräftigt Teherans Widerstandskurs
Der iranische Generalsekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani, kündigte unterdessen an, dass Teheran seinen Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen wolle. In einem Schreiben an Muslime weltweit und an islamische Staaten erklärte er, der Iran verfolge weiterhin seinen “Weg des Widerstands gegen den großen und den kleinen Satan”.
Zugleich kritisierte Larijani eine fehlende Solidarität aus anderen islamischen Ländern. Abgesehen von wenigen Ausnahmen – und auch dann nur auf politischer Ebene – sei kein Staat zu Hilfe gekommen.




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