Von: APA/Reuters/dpa
Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst. Tote und Verletzte habe es nicht gegeben, teilte der Krisenstab der südrussischen Region Krasnodar mit. Demnach sind über 100 Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten. Es war bereits die vierte ukrainische Attacke auf die Ölanlagen innerhalb der letzten zwei Wochen. Bei einem ukrainischen Angriff auf die russische Region Belgorod starben zwei Personen.
Zwei Teenager seien auf einem Motorrad bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die an die Ukraine grenzende Region getötet worden, teilte der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram mit. Das russische Verteidigungsministerium meldete indes den Abschuss von insgesamt 141 ukrainischen Drohnen über eigenem Gebiet. Gegen die Einschläge in Tuapse zeigte sich die Flugabwehr aber einmal mehr machtlos.
Tuapse seit Wochen im Fokus
Schon die vorangehenden Angriffe hatten schwere Schäden verursacht. Die meisten Reservoirs sind inzwischen ausgebrannt, auch die Infrastruktur zum Umschlag des Öls auf Schiffe ist beschädigt. Kremlchef Wladimir Putin beklagte zuletzt in einer Sitzung, dass solche Angriffe potenziell umweltgefährlich seien, beharrte allerdings darauf, dass die Behörden die Lage unter Kontrolle hätten und keine Gefahr bestehe. Dabei sind selbst offiziellen Angaben nach die Verschmutzungswerte der Luft stark überhöht und ein Teil des Öls ist ausgelaufen und ins Meer gelangt.
Die Ukraine greift bewusst neben militärischen Objekten auch Anlagen der russischen Ölindustrie an. Dies soll einerseits der russischen Armee die Treibstoffversorgung erschweren, andererseits dem Kreml die Kriegsfinanzierung insgesamt.
Russland trifft Wohnhäuser in Odessa
Auf der anderen Seite griff auch Russland einmal mehr in der Nacht die Ukraine mit Drohnen an. In der Hafenstadt Odessa gerieten nach offiziellen Angaben zwei Wohnblocks durch Drohneneinschläge in Brand. Zwei Personen seien verletzt worden, teilte der ukrainische Katastrophenschutz mit. 25 Menschen, darunter zwei Kinder, würden nach dem Schock durch die Einschläge psychologisch betreut.
Verletzte nach russischen Drohnenangriffen auf Westukraine
In der westukrainischen Großstadt Ternopil wurden mindestens zehn Menschen infolge russischer Drohnenangriffe verletzt. “Es gab Einschläge in Industrie- und Infrastrukturobjekte der Stadt”, teilte Bürgermeister Serhij Nadal auf Telegram mit. Mehr als 50 Drohnen seien über der Stadt geflogen und es habe über 20 Explosionen gegeben. Kurzfristig fiel demnach auch der Strom aus. Ternopil liegt knapp 150 Kilometer von der EU-Grenze entfernt.
Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär tagsüber mehr als 400 Drohnen unterschiedlichen Typs ein. 388 seien entweder abgeschossen oder durch elektronische Störsignale zu Boden gebracht worden, teilte die Flugabwehr mit. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die von Russland betriebene Invasion.




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