Von: APA/dpa
Russland und die Ukraine setzen von diesem Dienstag an unter US-Vermittlung in der Schweiz ihre Verhandlungen über ein Ende des Krieges fort. Nach zwei trilateralen Verhandlungsrunden in Abu Dhabi im Jänner und Anfang Februar ist diesmal Genf Ort der Gespräche, bei denen auch der US-Chefunterhändler Steve Witkoff erwartet wird Russland will nach Kremlangaben bei den für zwei Tage angesetzten Verhandlungen über die strittigen Gebietsfragen mit der Ukraine sprechen.
Eine Lösung im Ukraine-Krieg ist aber bisher nicht in Sicht. Kiew lehnt einen Verzicht auf die von Russland geforderten Gebiete ab, darunter auch jene in der Region Donezk, die die Ukraine selbst kontrolliert.
Nach russischen Angaben will die Ukraine wiederum über eine teilweise Waffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen verhandeln. Nach Russlands Schlägen gegen die Energieinfrastruktur machen der Ukraine Strom-, Wasser- und Heizungsausfälle zu schaffen – in einem ungewöhnlich harten Winter.
Russischer Verhandlungsführer Medinski wieder dabei
Für Russland ist erstmals in diesem Jahr wieder der Kreml-Beauftragte Wladimir Medinski dabei. Medinski führt die Verhandlungen mit der ukrainischen Seite seit langem, fehlte allerdings bei den ersten Runden in diesem Jahr in Abu Dhabi. Als Grund nannte Kremlsprecher Dmitri Peskow, dass es dabei um militärische Fragen gegangen sei, mit denen sich Medinski nicht befasse.
Parallel dazu laufen laut Kreml in Genf auch bilaterale Unterredungen über die russisch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen.
Russland betont zwar immer wieder, seinen seit fast vier Jahren laufenden Krieg gegen die Ukraine beenden zu wollen – allerdings zu seinen eigenen Bedingungen. Die Ukraine lehnt die russischen Forderungen bisher als inakzeptabel ab.




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