Von: APA/Reuters/AFP/Ukriniform
Bei ukrainischen Angriffen auf russische Grenzregionen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Bei einem Raketenangriff auf Belgorod sei eine Frau in ihrem Auto durch Splitterverletzungen gestorben, wie der Bürgermeister der Stadt am Freitag im Onlinedienst Telegram schrieb. Dabei sei auch zivile Infrastruktur beschädigt worden, es habe Probleme bei der Strom- und Wasserversorgung gegeben. Zudem sei in der Region Brjansk ein Mann von einer Kamikaze-Drohne getötet worden.
Das teilte der örtliche Gouverneur mit. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Darüber hinaus geriet in der Region Smolensk nach Angaben der Verwaltung eine Industrieanlage nach einem Drohnenangriff in Brand. Insgesamt habe Russland in der Nacht zum Freitag 155 ukrainische Drohnen über seinem Territorium und der annektierten Halbinsel abgeschossen. Das erklärte das russische Verteidigungsministerium.
Schwerster russischer Angriff seit Kriegsbeginn
Die Angriffe erfolgten einen Tag nach dem schwersten russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew seit Beginn der russischen Offensive im Februar 2022. Russland hatte in den frühen Morgenstunden am Donnerstag Hunderte Drohnen und Dutzende Raketen auf Kiew abgefeuert. Dabei wurden rund 130 Gebäude beschädigt. Mindestens 30 Menschen seien nach Angaben der Rettungskräfte bei dem Angriff auf Kiew getötet worden. Außerdem seien 91 Menschen verletzt worden, wie der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt mitteilte.
Die Ukraine kündigte angesichts des Großangriffs auf ihre Hauptstadt Vergeltung an, während Russland bekräftigte, seine Angriffe fortzusetzen. In Kiew wurde für den Freitag ein Trauertag einberufen.
Weitere Opfer in Sumy durch Drohnenangriff
In der Grenzregion Sumy seien in der Nacht auf Freitag vier weitere Menschen gestorben und drei Personen verletzt worden, als russische Drohnen ein Privathaus trafen, teilt der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Hryhorow, am frühen Morgen auf Telegram mit. Unter den Toten befindet sich laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform auch ein Kleinkind.
Zudem wurde in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih bei einem Raketenangriff auf ein dicht bebautes Stadtgebiet sieben Menschen verletzt. Das erklärte der Leiter des städtischen Verteidigungsrates, Oleksandr Wilkul.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren nahezu in jeder Nacht mit Raketen- und Drohnenangriffen.




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