Von: luk
Aostatal – Mit Shorts und Turnschuhen auf einem Gletscher in über 4.000 Metern Höhe unterwegs: Bilder vom Breithorn an der Grenze zwischen Italien und der Schweiz sorgen derzeit für Kopfschütteln. Die Szene hat sich am vergangenen Sonntag zugetragen und zeigt eine Person, die sich ohne angemessene Ausrüstung in einem von Gletscherspalten durchzogenen Gletschergebiet im Hochgebirge bewegt.
Der Bergsteiger Carlo Costa, der die Szenen dokumentierte, warnt eindringlich vor den Risiken. Das Gelände sei von Spalten und extremen Bedingungen geprägt. Bereits ein kleiner Fehltritt könne innerhalb weniger Sekunden zu einer Tragödie führen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Touristen den Gletscher ohne geeignete Kleidung und Ausrüstung betreten. Schon Ende Mai hatte Costa ähnliche Vorfälle auf Video festgehalten. Gerade angesichts der instabilen Gletscherverhältnisse seien technische Erfahrung, passende Bergausrüstung und eine sorgfältige Tourenplanung unverzichtbar.
Auch im Sommer 2021 ist am Breithorn ein Alpinist in Turnschuhen und kurzen Hosen beobachtet worden und hatte den italienischen Bergrettungsdienst CNSAS zu einem Appell veranlasst. Ausflüge und Touren seien nur mit geeigneter Ausrüstung in Angriff zu nehmen. Der Berg sei kein Stadtpark oder Strand. Man müsse ihm den nötigen Respekt entgegenbringen und das fange mit guter Ausrüstung und Vorsicht an. Nur so könnten Bergtragödien und Unfälle vermieden werden.
Experten weisen immer wieder darauf hin, dass die Gefahren im Hochgebirge häufig unterschätzt werden. Leichtsinniges Verhalten bringe nicht nur die Betroffenen selbst in Gefahr, sondern könne im Ernstfall auch die Einsatzkräfte bei Rettungsaktionen erheblichen Risiken aussetzen.




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