Von: luk
Bozen – Der Bozner Notarzt Luigi Ferro, der am vergangenen Samstag im Bozner Lido einem zweijährigen Mädchen das Leben gerettet hat, soll nun offiziell von der Stadt Bozen geehrt werden. Stadträtin Patrizia Brillo kündigte an, Bürgermeister Claudio Corrarati ein Treffen mit dem 41-Jährigen vorzuschlagen, um dessen außergewöhnlichen Einsatz zu würdigen.
Ferro, der eigentlich dienstfrei hatte und am Krankenhaus Meran arbeitet, hatte sofort eingegriffen, als das bewusstlose Kind nach einem Badeunfall aus dem Wasser gezogen wurde. Das Mädchen erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Dank der umgehend eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen konnte er das Mädchen ins Leben zurückholen.
Auch die Leitung des Lidos lobt den Mediziner, berichtet die Zeitung Alto Adige. Zwar seien Bademeister und teilweise auch Pflegekräfte vor Ort, in diesem Fall habe Ferro jedoch bereits mit der Wiederbelebung begonnen, sodass das Personal ihn nur noch unterstützen musste. Der eigentliche Verdienst gebühre dem Arzt, betonte Lido-Leiter Alessandro Furegon.
Nach dem Vorfall wurde erneut über die Sicherheit im Lido diskutiert. Laut Furegon sind je nach Besucheraufkommen bis zu sieben Bademeister an den großen Becken sowie zusätzlich Aufsichtspersonal am Kinderbecken im Einsatz. Für die unmittelbare Beaufsichtigung kleiner Kinder seien jedoch in erster Linie die Eltern verantwortlich.
Stadträtin Brillo sieht den Vorfall auch als Anlass, die Erste-Hilfe-Ausbildung stärker in den Fokus zu rücken. Sie spricht sich dafür aus, Wiederbelebungs- und Erste-Hilfe-Maßnahmen künftig regelmäßig an Schulen zu vermitteln. Schnelles und richtiges Handeln in den ersten Minuten könne Leben retten.




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