Mehr als 4.000 Teilnehmende

Umfrage zu Gewalt, Belästigung, Mobbing und Diskriminierung in Südtirols Arbeitswelt

Dienstag, 14. Juli 2026 | 17:03 Uhr

Von: mk

Bozen – Die anonyme Online-Umfrage zu Gewalt, Belästigung, Mobbing und Diskriminierung in der Arbeitswelt, die die Gleichstellungsrätin im Rahmen des Gleichstellungsaktionsplans Südtirol Æquitas 2023–2028 durchgeführt hat, ist abgeschlossen. Vom 11. Mai bis zum 11. Juli 2026 haben mehr als 4.000 Personen den Fragebogen ausgefüllt – diese Zahl hat die Erwartungen deutlich übertroffen.

„Die außerordentlich hohe Beteiligung zeigt, dass dieses Thema viele Menschen bewegt und dass sie bereit sind, ihre Erfahrungen und Einschätzungen einzubringen. Dieses Vertrauen ist für uns von großem Wert”, erklärt Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer, deren Büro Anlaufstelle bei Diskriminierung, Mobbing und Belästigung am Arbeitsplatz ist.

An der Befragung beteiligte sich ein breites Spektrum von Personen: Menschen aller Altersgruppen, aus allen Branchen und allen Sprachgruppen, Arbeitnehmende ebenso wie Selbständige – vorwiegend Frauen, aber auch Männer. Zudem nahmen einige Hundert Personen aus den vulnerablen Gruppen der Menschen mit Behinderungen und der LGBTQIA*-Personen teil.

Die große Beteiligung ist auch dem Engagement der zahlreichen Kooperationspartnerinnen und -partner zu verdanken. „Ein besonderer Dank gilt den Arbeitgebenden, die ihre Mitarbeitenden zur Teilnahme motiviert und die Umfrage aktiv verbreitet haben – insbesondere im öffentlichen Bereich mit Verwaltung, Gesundheits- und Bildungswesen, der deshalb in der Stichprobe besonders stark vertreten ist”, unterstreicht Gleichstellungsrätin Hofer. Ebenso dankt sie der Politik, den Sozialpartner*innen, Wirtschaftsverbänden, Vereinen, Berufskammern, Gemeinden, Interessensvertretungen und allen Organisationen, die das Projekt mitgetragen haben.

„Was die Antworten über die Erscheinungsformen und das tatsächliche Ausmaß von Gewalt, Belästigung, Mobbing und Diskriminierung in der Arbeitswelt aussagen, wird nun die sorgfältige Auswertung der Daten zeigen”, betont Hofer. „Sie gibt uns eine fundierte Grundlage, um gezielt zu handeln.”

Die Auswertung erfolgt gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Apollis. Ziel ist ein begründetes Bild über die verschiedenen Erscheinungsformen und das Ausmaß von Gewalt, Belästigung, Mobbing und Diskriminierung in der Arbeitswelt. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für gut abgestimmte Präventionsmaßnahmen, Sensibilisierungskampagnen und konkrete Handlungsempfehlungen für Politik, Arbeitgebende und Beschäftigte. Als offene, freiwillige und anonyme Befragung war die Umfrage bewusst nicht repräsentativ angelegt – dieses Format ermöglichte eine niederschwellige Teilnahme möglichst vieler Menschen. Die wissenschaftliche Analyse berücksichtigt daher die Zusammensetzung der Teilnehmenden: Frauen, Personen mit hohem Bildungsgrad, Beschäftigte des öffentlichen Sektors sowie Arbeitnehmende sind überdurchschnittlich vertreten. Gerade die hohe Zahl und die Vielfalt der Antworten machen die erhobenen Daten zu einer besonders wertvollen Grundlage.

Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Auswertung, voraussichtlich in den kommenden Monaten, der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Mein aufrichtiger Dank gilt allen Menschen, die sich Zeit genommen haben, an der Umfrage teilzunehmen, und allen, die dieses Projekt unterstützt haben. Diese große Bereitschaft, hinzuhören und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, ist ein wertvoller Beitrag, um Respekt und Fairness in der Südtiroler Arbeitswelt weiter zu stärken”, so Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer abschließend.

Die Umfrage ist Teil des Gleichstellungsaktionsplans Südtirol Æquitas 2023–2028.

Bezirk: Bozen

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