Von: Matthias Knapp
Moskau – CIA-Direktor John Ratcliffe ist überraschend nach Moskau gereist, wie nun auch Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte. Der Besuch war nicht angekündigt. Unklar ist außerdem, wen Ratcliffe in Russland genau traf und was bei den Gesprächen auf der Tagesordnung stand. Sicherheitsexperte Carlo Masala erklärt gegenüber FOCUS online, was dieser Besuch über Russlands nächste Kriegsschritte verrät und warum den Russen möglicherweise eine neue Mobilisierungswelle bevorsteht.
Ob eine neue Zwangsmobilisierung tatsächlich komme, könne er nicht mit Sicherheit sagen. Doch er sieht Vorbereitungen. „Es sieht momentan danach aus“, erklärt Masala.
Bei der letzten Mobilisierungswelle im Jahr 2022 wollte der Kreml rund 300.000 Mann mobilisieren. Wie Masala erklärt, habe dies dazu geführt, dass fast eine Million Russen das Land verlassen hätten. Eine erneute Mobilisierung gelte innerhalb Russlands als „nicht besonders populär“.
Diesmal will Russland offenbar Vorkehrungen treffen. Masala verweist laut Focus online auf Gerüchte, wonach Russland sich mit Anrainerstaaten abgesprochen habe – mit dem Ziel, die Grenzen zu schließen und Menschen daran zu hindern, das Land zu verlassen.
Wie sich eine neue Mobilisierungswelle auf die Front und auf die gesellschaftliche Debatte innerhalb Russlands auswirken könnte, lässt Masala offen, zumal sich dies nicht voraussagen lasse.
Masala sieht allerdings Anzeichen dafür, dass Russland nicht nur militärisch, sondern auch innenpolitisch unter Druck steht.




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