Unterbergers Appell im Senat

“Zu Weihnachten Bewegungsfreiheit zwischen Gemeinden zulassen”

Mittwoch, 16. Dezember 2020 | 15:49 Uhr

Bozen/Rom – „Man darf die bereits ausgespielten Karten nicht plötzlich wieder vom Tisch nehmen – und die Corona-Einschränkungen für die Weihnachtszeit weiter verschärfen.“ Dies betonte SVP-Senatorin Julia Unterberger, Vorsitzende der Autonomiegruppe, heute im Plenum des Senats.

Nach dem Massentest wird Südtirol am Sonntag als gelbe Zone eingestuft, kann aber ab Montag aufgrund der gesamtstaatlichen Maßnahmen, über die zur Stunde diskutiert wird, wieder rote Zone werden.

„Die Einschränkungen, an welche sich die Bevölkerung immer gehalten hat, dürfen jetzt nicht wieder verschärft werden. Im Gegenteil: Die als große Ungerechtigkeit empfundene Regelung, welche Bewegungen zwischen den Gemeinden in der Weihnachtszeit verbietet, muss aufgehoben werden. Es gibt hier eine Ungleichbehandlung zwischen jenen, die in einer Stadt wie Rom leben und sich auf einem Gebiet in der Größe von weit über 1000 Quadratmetern bewegen können, und jenen, die etwa in einer kleinen Gemeinde wohnen, wo dann möglicherweise Großeltern das Weihnachtsfest nicht gemeinsam mit ihren Enkeln verbringen können“, so Unterberger

Die Orte mit hoher Bevölkerungsdichte sollten die größten Sorgen bereiten und nicht jene, wo alle 500 Meter ein Haus steht und diese Häuser dann womöglich durch eine Gemeindegrenze getrennt sind, erklärt die SVP-Senatorin. Italien sei das einzige Land in Europa, das für die Tage um den 25. Dezember keine Ausnahmen und Lockerungen, sondern Einschränkungen vorsehe. Alle anderen Länder, von Frankreich über Österreich und Deutschland bis hin zu Spanien, würden es der Bevölkerung erlauben, die Weihnachtszeit im Kreis ihrer Lieben zu verbringen. Kein Land verbiete, sich zwischen den verschiedenen Gemeinden zu bewegen.

„Daher sollte sich Italien an den Rest Europas anpassen und die Einschränkungen für die Weihnachtszeit nicht noch weiter verschärfen. Die bisher getroffenen Maßnahmen waren erfolgreich und haben bewirkt, dass ganz Italien schon bald gelbe Zone sein wird. Für die Verfehlungen einiger weniger Personen darf nicht die gesamte Bevölkerung bestraft werden. Wenn überhaupt, dann braucht es mehr Kontrollen so wie sie in Südtirol bereits angekündigt worden sind“, erklärt Unterberger.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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27 Kommentare auf "“Zu Weihnachten Bewegungsfreiheit zwischen Gemeinden zulassen”"


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Ars Vivendi
1 Monat 6 Tage

Das wäre sicher für Viele eine große Erleichterung für ihre persönliche Situarion. Alleinsein ist schon in “normalen” Zeiten eine Belastung, aber an Weihnachten ganz besonders. Aber ist es auch verantwortbar ? Und vorallem, werden ihre Worte auch in Rom gehört ? Wenn die Regeln so bleiben wie jetzt verkündet, liegt es an den Familien und engen Freunden, dafür zu sorgen, dass die Feiertage für die Lieben mit Zusammensein im kleinen Kreis und damit “Leben” erfüllt werden. Helft euch gegenseitig, bleibt gesund und optimistisch.

Staenkerer
1 Monat 6 Tage

es gib alleinstehende seioren deren familie in ondre gemeinden wohnen …. ba de bleib der kleinste kreiß auf der strecke!
allso bleib ihnen de entscheidung zwischn :
alloan dahoam huckn
oder
mitn genau zu weihnachtn mitn gsetz in konflikt zu kemmen …. oanfoch toll und des ba insre bürgemoaster de zum hallali gebloßn hobn und de uniformierten mitn block habt-acht stien😱
tjo, lauter de strofnkassa nie klingelt!
also frohe weihnachtn und NIT ERWISCHN LOSSN!!!

Ars Vivendi
1 Monat 6 Tage

@Staenkerer..ja, das ist natürlich ein Drama. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wieso man in solchen Fällen keine Ausnahmegenehmigung bekommt. Vermutlich, weil eine “lex Nachbargemeinde” niemand will. Dann kommen Forderungen nach Nachbarprovinz usw. und so sofort….

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
1 Monat 6 Tage

@Staenkerer
Frohe Weihnacht und Toi toi toi !!!

Staenkerer
1 Monat 5 Tage

@Ars Vivendi es schlimme isch das es in südtirol großgemeinden mit hauptort ubd winigen nebenkrtn gib und minigemeinden in de a traktor ban wenden schun mit oan rod in der nochborgemeinde isch! do lig de ungerechtigkeit ba den ” im eigenen gemeindegebiet eingsperrt sein”!
böswillig gsog gibs also freilondhennen mit massen auslauf und ondre sein vergleichsweiße dazua in käfigholtung, ober olle zohln de gleiche strof!

Ars Vivendi
1 Monat 5 Tage

@Staenkerer..das ist natürlich auch außergewöhnlich und bedürfte einer praktikablen Lösung. Dafür müsste sich die Landesregierung und/oder der Regionenminister einsetzen.

inni
inni
Superredner
1 Monat 6 Tage

i frog mi, wos ihr Beweggrund isch, dass sie sich soffl dafür einsetzt 🤔

Anubis
Anubis
Tratscher
1 Monat 6 Tage

@inni Gonz onfoch, weil sie a amol ingspert werdn wia mir!

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 5 Tage

Was wäre denn deiner?

Hausdetektiv
Hausdetektiv
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Besser wäre doch wie in Deutschland. Es dürfen sich nur max 2 Haushalte mit max 10 Personen treffen. Warum wird das nicht hier gemacht?

Staenkerer
1 Monat 6 Tage
de deutschen feiern weihnachten wie mir: hauptfeier 24. obends, meist lei im kreise der “kern”familie, also maximal großeltern, eltern, kinder, enkel! der italiener feiert am 25. (der weihnachtsmonn bring de kloan gschenklen de nocht , de großn gschenke bring jo de befana om 6. jänner) zu mittog im kreise der gonzn familie, also onkel, tanten, großtanten und -onkel, nichten, neffen inbegriffn! ban italiener sitzn zum pranzone natalizio also locker 20- 30 leit und mehr ban tisch,a oft genua werd in an gosthaus oder restaurant gfeiert! allso isch a richtig italienisches weihnachtsfest decht ondest wie inseres, a wos de onzohl der… Weiterlesen »
Buffalo
Buffalo
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Weil sie hier noch weniger auf die Reihe bekommen als in Deutschland.

genau
genau
Kinig
1 Monat 5 Tage

Nein!
10 Haushalte mit 5 Personen unter 14!😄

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

konn mir amol jemand sogn, seit wende bei ins vom 24. die Rede isch??? i hon sel vorgestern bei die Nachrichten is erste mol gheart! bis sem hon i olm lai vom 25. und 26 Dezember gheart und von Neujahr – i wor do Meinung do 24. mit Omi und Opi isch gerettet??

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

noch weniger als in Deutschland?? geht nicht! denn die haben komplett verschlafen

Staenkerer
1 Monat 6 Tage

zu qeihnachten a strofe reskieren weil man an schritt zuweit gian kannt oder an meter zuweit fohrt …. wie traurig isch des denn???
einsomkeit mocht a kronk, nit lei der virus, von de red man lei nit!
i feier weihnochtn mit meine lieben wie olle johr, lei heuer, gezwungenermaßen, drei tog long!

Trina1
Trina1
Superredner
1 Monat 6 Tage

Des gonze Weihnachstgeplärre geat mir bold auf die Nerven .

Simba
Simba
Superredner
1 Monat 5 Tage

Trina. Mir a

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 5 Tage

Trina1 mir schon lange🙄

Time
Time
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Sicho ischs schwar wenn man allone isch. Obo wenn is gonze Haus voll Leit sein, odo in gonzen Tog votoalt Kindo, Enkelkindo kemen isch a net richtig. Wia i gsegen hon olle ohne Maske und Obstond, weil viele a no sogen, mir sein jo in do Familie. Obo leido reicht oan Infizierter und olle kenens kriagen. Noar hoff i ischs für de net is letzte gemeinsome Weihnachten mit Mama, Tatta,Oma, Opa usw.

Tantemitzi
Tantemitzi
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Tina – genau so isch es! leider! bei ins kimmp jedes Johr lai die Omi – af de Omi passn mir schun seit Februar gonz fescht auf und tatn sel in 24. Dezember genauso! wenn man itz am 24. schun nimma die Gemeinde volossn darf, noa verlegen mir Weihnachten mit Omi afn 23. – Mehr als a gemeinsames, schönes Abendessen mit Weihnachtsgeschichte und Weihnachtsmusik im Hintergrund passiert net – und die Omi die gonzn Weihnachtstage gonz alloan dohoam ….NA!

PeterSchlemihl
PeterSchlemihl
Superredner
1 Monat 6 Tage

Ja, was ist denn mit der hochgelobten Südtirol-Autonomie?

M_Kofler
M_Kofler
Universalgelehrter
1 Monat 5 Tage

Sag es doch DU uns, du weißt ja eh immer alles, wieso hier so fraglich? Der Experte für alles 🙂

Privatmeinung
Privatmeinung
Tratscher
1 Monat 6 Tage

Hoffentlich gibt es auch ein Einsehen, vom nichtgewählten Ministerpresidenten. 

Stadtla
Stadtla
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Die Bewegungsfreiheit wird durch die “fakultativen” Tests in der Grundschule Bruneck bereits eingeschränkt. Vor den Ferien. Sinn macht so ein Test vor Schulbeginn. Oder wenn schon vor den Ferien, auch vor Schulbeginn am Ende der Ferien.

Roger01
Roger01
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

@inni die Beweggründe kennt sie nur selber irgendwas muas sie holt a sogn ….

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