Pöder: „Unzufriedene Sanitätsmitarbeiter“

Unzufrieden mit dem Maulkorb?

Samstag, 27. August 2016 | 13:16 Uhr

Bozen – “Die schwache Beteiligung an der Mitarbeiterbefragung in Südtirols Sanitätswesen sowie die hohe Unzufriedenheit der Mitarbeiter ist die Folge von Maulkorberlassen und Disziplinarmaßnahmen der Sanitätsführung gegen Mitarbeiter sowie die ständige Verunsicherung durch eine chaotische Sanitätspolitik”, so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

“Das lässt sich nicht schönreden, wie dies Generaldirektor Thomas Schael und der Kommunikationschef des Sanitätsbetriebes Lukas Raffl versuchen. Dass nur rund ein Viertel der Sanitätsangestellten überhaupt antworten und die Zufriedenheit in mehreren Bereichen sehr unterkühlt ist, kann man nicht einfach durch Vergleiche mit anderen Regionen schönreden. Vergleiche mit anderen Sanitätsbetrieben in Italien sind unsinnig, wir sind hier in Südtirol und die Ergebnisse hier sind aufgrund unserer besonderen Voraussetzungen gesondert zu betrachten”, so der Abgeordnete.

“In jedem Betrieb dieser Größenordnung würde man nach solchen Ergebnissen zuallererst den Kommunikationschef feuern und dann den Personalchef des Betriebes. Und die politischen Aufsichtsräte in der Landesregierung müssten sich die Frage stellen, ob sie den Betrieb überhaupt im Griff haben”, so der Abgeordnete.

“Der Sanitätsbetrieb und die Sanitätspolitik ist in den letzten Jahren vor allem dadurch aufgefallen, dass man vielerorts Mitarbeiter im Unklaren über Reformmaßnahmen gelassen hat, dass Mitarbeiter mit Disziplinarmaßnahmen bestraft oder ihnen diese angedroht wurden, wenn sie sich öffentlich geäußert hatten. Und zudem haben nicht nur die Patienten sondern vor allem auch die Mitarbeiter das Gefühl, dass die Spitze in Politik und Sanitätsbetrieb bei der Sanitätsreform alle überfährt und bisweilen recht chaotisch vorgeht”, so der Abgeordnete.

“Maulkorbe können schön unzufrieden machen. Und wenn dann noch eine Mitarbeiterbefragung gemacht wird, die in ihrer Form bei den Sanitätsbediensteten nicht unberechtigte Zweifel an der Anonymität geweckt haben, dann darf man sich nicht wundern, dass die Teilnahme an der Befragung dürftig und das Ergebnis nicht unbedingt hoffnungsvoll ist”, so Pöder.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Unzufrieden mit dem Maulkorb?"


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MickyMouse
Tratscher
28 Tage 13 h

Schon dieses Ergebnis ist GETÜRKT,glaubt sowieso kein Mensch!

peterle
Grünschnabel
28 Tage 14 h

So wie der alte Direktor gegangen ist sollte eigentlich auch an anderer Stelle umbesetzt werden. Raffl ist schon seit Jahren in dieser Stelle und sollte eigentlich selbst einsehen dass, obwohl noch nicht Rentenreif, er sich anders orientieren sollte. Es braucht Veränderung und dies sollte eigentlich vom neuen Direktor Schael ausgehen. Es sieht aber so aus als wäre er SVP Partei eingenommen und hat nichts weiter zu melden ausser seine Kontoauszüge abzuholen.

Obelix
Grünschnabel
28 Tage 12 h

Nicht nur Raffl, das ganze Assesorat ist keinen Schuss Pulver wert. Es wäre vermutlich nie zu der unseligen Zusammenlegung der Sanitätsbetriebe gekommen, hätten die ihre koordinierenden Aufgaben wahrgenommen. Es gäbe heute keinen Herrn Schäl und auch keine schöngefärbten Umfragen. In der Sanität herrscht heute eine Stimmung wie bei einem Betrieb der Konkurs angemeldet hat. Es rette sich wer kann. Un wem verdanken wir den Saustall? der SVP und ganz besonders der Frau Stocker. aber die Wahlen sind nicht mehr fern und ich hoffe der Wähler verisst nicht.

Amadeus
Neuling
28 Tage 8 h

Das miserable Management der Sanitätsbetriebe und das umeinander gekeckse der zuständigen Politiker bremst die Leistung und Effektivität der vielen Mitarbeiter bei ihrer wichtigen Arbeit. Vielfach fehlt zunehmend auch der Wille und die Kraft aus der ganzen Sache trotzdem das Beste zu machen.
Allen Krankenpflegerinnen und -Pfleger sowie den Ärzten sei hiermit herzlich für ihren Einsatz gedankt.

wellen
Grünschnabel
28 Tage 5 h

Die Ergebnisse sind sowieso unglaubwürdig. Bei nur 25% Teilnahme kann man die Ergebnisse verschmeissen..30 Euro Gehaltsaufbesserung nach 8 Jahren Stillstand bei den Kollektivverträgen, und da sollen die Mitarbeier alle motiviert und glücklich sein? Glaubt ja kein Mensch…

giftzwerg
Grünschnabel
28 Tage 6 h

auch die führung sollte  rotieren ,wie das normale personal.
es sollen nicht immer das gleiche personal unterdrückt werden.
heute kannst du nicht ehrich antworten auf die frage der zufriedenhei,weil bist du es nicht ,kannst du ja gehen .das personal ist versklavt

Steuerzahlerin
Grünschnabel
27 Tage 21 h

glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.
*die große Zufriedenheit der Mitarbeiter, die Überstunden an Überstunden leisten und nicht bezahlt bekommen* so sieht die Statistik aus

peterle
Grünschnabel
27 Tage 14 h
Nun es kommt immer das Gleiche heraus. SVP Exponenten werden das wie bei den Wahlen auf das komplexe Rechensystem hinstellen. Die Wahrheit ist aber sicher in den Köpfen zu finden welche nicht an der Umfrage teilgenommen haben denn dort rumort es schon seit Jahren. Ärzte werden von der Obrigkeit hingehalten, Krankenpfleger/Innen sind vielfach überfordert. Und auch die Raumpflege ist hinsichtlich hygienisch in den letzten Jahren gesunken. Aber wichtig ist wenn in den Chefetagen laut deren Aussagen Alles bestens funktioniert. Wenn dann bei den Lohnverhandlungen im nichtärztlichen Bereich ein ASGB welche nachweislich SVP nahe steht nur minimale Aufsätze zulässt müsste eigentlich… Weiterlesen »
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