Benedikter schlägt Trentiner Reglement vor

„Wenn Downhill zur Landplage wird“

Mittwoch, 31. Mai 2017 | 17:24 Uhr

Bozen – Wenn Mountainbiking zum Massenphänomen – und dessen Variante „Downhill“ zur Landplage wird – dann braucht es sehr wohl klare Regeln, die dem Konflikt Biker-Wanderer vorbeugen und die Umwelt schützen. Dies betont zumindest Rudi Benedikter, Stadtviertelrat von Gries Quirein, in einer Aussendung.

Mountainbiking habe sich in den Alpen zu einem attraktiven und viel beworbenen Freizeitsportangebot entwickelt: „Unberührte Natur und Landschaftserlebnis, verbunden mit Fahrspaß ohne Regeln und Grenzen, ohne Geschwindigkeitslimit und möglichst auch ohne andere Verkehrsteilnehmer – alles super! Und dort, wo Seilbahnen den Aufstieg bequem gestalten, wurde in den letzten Jahren die Variante Downhill immer populärer. Speziell die Bozner Berge, namentlich Kohlererberg, Ritten (Flanke Hörtenberg) und der Tschögglberg/Salten/Alten haben sich zu einem Eldorado für Downhiller aus Nord und Süd entwickelt.“.

Die Kehrseite dieses Hypes: Konflikte mit Wanderern seien an der Tagesordnung, Wanderwege würden beschädigt, es komme zu Erosion und Schäden an der Vegetation und das Wild wird gestört, erklärt Benedikter.

Das Trentino habe auf diese Problemlage schon 2005 reagiert und die Regeln 2015 noch verschärft. Der Entwurf des neuen Raumordnungsgesetzes biete nun die beste Gelegenheit, auf diesem Feld regulierend einzugreifen, etwa dem Beispiel des Trentino zu folgen und die dortige Rechtslage seit 2015 zu übernehmen, die „einfach, klar und jedem einleuchtend“ sei, meint Benedikter.

„Mountainbiker dürfen nur auf Wanderwegen verkehren, die ein Gefälle von weniger als 20 Prozent aufweisen und breiter als die Länge des Fahrrades sind. Generelles Bike-Verbot auf Wanderwegen, auf denen eine Gefahr für Wanderer oder Umwelt bestehen könnte“, lautet das Gesetz im Trentino.

Benedikter schlägt dem zuständigen Landesrat vor, dem neuen Landesraumordnungsgesetz eine ähnliche Bestimmung hinzuzufügen und sie – wie im Trentino – gegebenenfalls durch Landesregierungsbeschlüsse zu präzisieren.

Was hält ihr von dem Vorschlag? Teilt uns eure Meinung im Kommentarbereich mit!

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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13 Kommentare auf "„Wenn Downhill zur Landplage wird“"


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Bauchnoblwollwuzl
Bauchnoblwollwuzl
Grünschnabel
24 Tage 14 h

Meine Meinung als Mountainbiker (nit Downhiller) isch folgende:
1) die Downhiller sein a Minderheit und sicher kuane “Londploge” wia sie im Titel gnonnt werdn.
2) für die Downhiller sollets eigene Pisten geben, so wia für die Skifohrer, Motocrosser, Longläufer usw.
3) wenn JEDER in ondern mit Respekt und Rücksicht begegnet, brauchts kuane Verbote (Idioten gibts olm und überoll, a mit Verbote).
4) Künftig werds ollerweil mehr Probleme mit die E-Biker geben. De kemmen überoll ai (wo sie schuscht nia hin kammetn) und ban oifohrn zerbreslts de nocher.

Popeye
Popeye
Superredner
24 Tage 15 h

In Trentino hat man es richtig gemacht. Dort ist auch wichtig dass die Mountainbiker die Reviere von Wildtieren nicht zerschneiden.
Im Bezirk Giudicarie kommt noch dazu dass Meister Petz nicht seltsam ist, und Downhiller als Eindringlinge wahrnehmen kann.
Auch um Monte Bondone sind Warnschilder platziert worden.
In Südtirol ist diese Downhiller Anarchie längst ein Problem. Hier ist Regulierung notwendig, auch der Alpenverein hat darauf mehrmals hingewiesen.

Antivirus
Antivirus
Tratscher
24 Tage 10 h

Südtiroler sind einfach hinten gebliebene😎😎

DAC
DAC
Grünschnabel
24 Tage 1 h

@Antivirus … i als Südtiroler bin nit hintgeblieben…du schun?

Socke
Socke
Grünschnabel
24 Tage 15 h

Produktiver fände ich es eigene downhillstrecken auszuweisen. Alle downhillonteressenten könnten dort ihren sport ausübenen. Erst dann würde ich es auserhalb verbieten. Die liftbetreiber hätten im sommer ein nebeneinkommen und könnten dafür die strecken instandhalten.

Popeye
Popeye
Superredner
24 Tage 13 h

Richtig !

ThunderAndr
ThunderAndr
Universalgelehrter
24 Tage 11 h

Sehe ich auch so!

Leben und leben lassen!

Dublin
Dublin
Universalgelehrter
24 Tage 15 h

…also wo der Rudi net überall zuständig ist…will woll in Londtog… 🤗

Pyro-Tekni-Kahn
Pyro-Tekni-Kahn
Grünschnabel
24 Tage 3 h

i war drfir dass se a Targa aui tin müssn außerdem war i fir die Einführung der Versicherungspflicht (ba die Auto ibrigends a)

WM
WM
Universalgelehrter
24 Tage 9 h

Dai rudi lass es …

CH-64
CH-64
Neuling
24 Tage 2 h

Volles Verständnis. Stellt euch mal vor da kommen plötzlich junge Gäste ins Südtirol und haben Spaß und Lebensfreude in Ihrem Urlaub. Plötzlich werden die Hotels von jungen Wilden überflutet. Wo soll das bloß alles hinführen. Im Ernst die wenigen Wege sperren wo es tatsächlich öfters zu Konflikten kommt und ansonsten bloß nichts gegen die zukünftigen Gäste unternehmen.

TF1
TF1
Grünschnabel
24 Tage 42 Min

Benedikter redet von Erosionen durch Radfahrer ?   aber die Wanderwege die von Baggern plattgewalzt werden   so wie z.b. der 1er Steig von Sigmundskron nach Girlan oder die zwei Autobahnen die nach Montiggel gemacht wurden ,um nur die naheliegensten zu erwähnen  das ist wohl völlig ok???
Das Problem sind genau diese Wege (STRASSEN) wo die bequemen E Biker mühelos nach oben  kommen und dann durch die Wälder nach unten rauschen.

Lee
Lee
Grünschnabel
24 Tage 28 Min

Eigene Strecken dafür ausweisen, diese beschildern und versichern, das wäre die beste Lösung für alle.
Es kann und darf nicht sein, dass einige schwarze Schafe mit Karacho durch Tierweiden und Almen, über schmale Pfade brettern, und man als Besitzer dann auch noch haftet.
Und liebe Grüße an den Volldeppen, der von seinem Gps fehlgeleitet, auf meine Terrasse gebrettert ist, weil plötzlich der Weg zu Ende war.

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