LH Kompatscher im Infrastrukturministerium

Wie Verkehr auf Brennerachse dosieren?

Mittwoch, 13. Februar 2019 | 19:58 Uhr

Bozen – Wie der Verkehr auf der Brennerachse dosiert werden könnte, darum ging es heute im Infrastrukturministerium: LH Kompatscher als Vermittler mit Österreich.
Als “konstruktiv” bezeichnete Landeshauptmann Arno Kompatscher Gespräch, das er heute Nachmittag in Sachen Verkehrsdosierung auf der Brennerachse mit Führungskräften und Fachleuten im Ministerium für Infrastruktur und Verkehr geführt hat. “Zunächst galt es einige Vorbehalte zu überwinden, aber dann fand unser Vorschlag, den Verkehr auf der Brennerachse in Notfällen zu dosieren, Zustimmung”, erklärte der Landeshauptmann nach der Aussprache, zu der er auf Initiative des Ministerratspräsidiums  eingeladen worden war. “Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Rom in dieser Angelegenheit den Dialog sucht, der nun auf technischer Ebene unter Einbeziehung der Brennerautobahngesellschaft fortgesetzt wird”, sagte Landeshauptmann Kompatscher.

Der Vorschlag, den Verkehr auf der Brennerachse in Sonderfällen zu filtern, war am vergangenen Freitag bei einem Treffen auf Euregio-Ebene vorgeschlagen worden, um problematischen Verkehrssituationen vorzubeugen.

“Zunächst stand bei dem heutigen Gespräch das Bedenken im Raum, dass solche Filtermaßnahmen auf einer wichtigen europäischen Straßenverkehrsader den Verkehr stilllegen könnten, aber nachdem wir über die eigentlichen Ziele der Maßnahme gesprochen und diese als solche analysiert haben, sind wir auf Verständnis gestoßen”, fasste Landeshauptmann Kompatscher den Gesprächsverlauf zusammen. Der Vorschlag müsse nun natürlich vertieft und in die Praxis umgesetzt werden.

Bei dem heutigen Treffen im Infrastrukturministerium  wurde auch über die Notwendigkeit gesprochen, die in Italien geltenden Transitverbote zu verbessern und sie insbesondere mit jenen in Österreich besser abzustimmen. “Ich habe angeboten, zwischen Italien und den Behörden in Tirol und in Österreich zu vermitteln”, kündigte Kompatscher an. “Führungskräfte und Fachleute des Ministeriums für Infrastruktur und Verkehr haben mir heute ihre Unterstützung zugesagt, um langfristig ein wirksames Verkehrsmanagement auf der Brennerachse umzusetzen, das – nach Fertigstellung des Brennerbasistunnels und der Zulaufstrecken – vor allem auf die Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene baut”, erklärte der Landeshauptmann abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Wie Verkehr auf Brennerachse dosieren?"


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buggler2
buggler2
Neuling
5 Tage 12 h

Der Verkehr über Brenner könnte man dosieren indem man auch mal andere alternative Strecken ausbaut, zum Beispiel Vinschgau.

niamend
niamend
Grünschnabel
5 Tage 2 h

in vinschgau geats iatz schun schlimmer zua als af der brennerautobohn. sem steasch in summer sicher durchschnitlich länger im stau

amme
amme
Superredner
5 Tage 2 h

loss insrn vinschgau in rua Wipptoler

peterle
peterle
Superredner
5 Tage 38 Min

Da hätte man vor fast 30 Jahren daran denken müssen als die Mebo geplant und gebaut wurde. Damals aber hat der ALH Durnwalder nicht an die Zeit nach ihm gedacht und den armen Bäurlein den Wiesengrund gelassen.

Knut
Knut
Tratscher
5 Tage 10 h

Die einfachste Methode wäre die Lkw Maut anzuheben, sodass der Brenner nicht die billigste Alpenüberquerung ist für die hunderte von km Umweg in Kauf genommen werden! Eine weitere wäre, Kontrollen bzgl. Überholverbot und Winterausrüstung durchzuführen! Aber in Wirklichkeit interessiert das doch niemanden, es gelten die Regeln der freien Marktwirtschaft, und die sind nun mal auf Wachstum ausgerichtet! Bis dass der letzte Baum gefällt ist … 😢

Toto
Toto
Grünschnabel
5 Tage 1 h

@Knut
sem sein mir vom Transportgewerbe sofort drbei… 30% Mauterhöhung, 30% mehr Frachtpreis… und di Alemagnaautobohn hobn di Leit a net gwellt, dass man über Venedig grod aussi kamet Österreich… dor Reschen isch gsperrt ausser für Quell- und Zielgebiete… do muas di Politik einschreitn… jeder will überoll olles… ober koaner solls transportieren… sel isch dor Punkt

Eisacktaler_Spitzbua
5 Tage 11 h

“Solange die Kuh Milch gibt, muss man sie melken!!!” 🐮

Und so wird es auch  fleißig bei der Brennerautobahn gemacht! Alle Diskussionen und Lösungsvorschläge verlaufen im Nichts solange so viele Parteien mitkassieren…

Blaba
Blaba
Tratscher
5 Tage 2 h

Die einfachste Methode wäre, die Bürger dazu zu animieren, regional und saisonal einzukaufen, denn da fallen lange Transportwege für die Güter weg. Im Grund genommen ist es der Konsument, der den Güterverkehr bestimmt.
Und ansonsten muss dieser einfach viel mehr auf die Schiene verlagert werden, eine andere Alternative gibt es (noch) nicht. Ist mir unverständlich, warum das bis jetzt so wenig gefördert wurde.

Iatz woll
Iatz woll
Grünschnabel
5 Tage 25 Min

Wenigstens bewegt sich mal etwas!! Jeder Schritt, ist ein nicht stillstehen/ruhen!
Aber bitte nicht vergessen, das Fahrverbot für die SS12

ifinger947
ifinger947
Grünschnabel
4 Tage 23 h

Solange die Brennermaut nur die Hälfte der Schweizer Maut kostet wird sich leider nix Ändern. Was aber sofort eine Erleichterung bringen würde,wäre die restlose Abschaffung DIESER TEUREN MAUTHÄUSCHEN: Eine Vignette wie in Österreich usw und der Verkehr würde viel besser Rollen. Die Art wie die A 22 betrieben wird ist aus dem Mittelalter .

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