Von: Ivd
Bozen – Angesichts der steigenden italienischen Staatsschulden fordert der Landtagsabgeordnete Bernhard Zimmerhofer (Süd-Tiroler Freiheit) eine stärkere finanzielle Eigenständigkeit Südtirols. In einer Aussendung spricht er sich für die Übertragung der Steuer- und Finanzhoheit an das Land aus.
Zimmerhofer verweist dabei auf aktuelle Zahlen der Banca d’Italia, wonach die Staatsverschuldung seit dem Amtsantritt der Regierung von Giorgia Meloni im Oktober 2022 deutlich gestiegen sei. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 habe der Schuldenstand bei rund 3.094 Milliarden Euro gelegen. Auch die Zinsbelastung sei mit rund 88 Milliarden Euro im Jahr 2025 weiterhin hoch.
Der Abgeordnete warnt vor langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Folgen und sieht Südtirol in Gefahr, sich negativen gesamtstaatlichen Entwicklungen nicht entziehen zu können. Als Lösung schlägt er vor, die Zuständigkeit für Erhebung und Verwendung von Steuern sowie weitere Kompetenzen – darunter ein eigenes Renteninstitut und eine eigene Energiepreisregulierungsbehörde – an das Land zu übertragen.
Zimmerhofer verweist zudem auf den Südtirol-Konvent, bei dem die Steuer- und Finanzhoheit bereits thematisiert worden sei. Ziel sei mehr Planungssicherheit, größere Wettbewerbsfähigkeit und eine effizientere Verwaltung.
Die Forderungen richten sich an die Landesregierung, die entsprechende Verhandlungen mit dem Staat aufnehmen solle. Eine Reaktion aus Rom oder vonseiten der Landesregierung lag zunächst nicht vor.




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