Von: ka
Bozen/Wolkenstein/Meran – Der HC Gherdeina valgardena.it hat die EK Zeller Eisbären vom Thron gestoßen. Die auf Rang acht gesetzten Südtiroler, die den Grunddurchgang auf Platz elf abgeschlossen hatten, setzten ihre Erfolgsgeschichte fort: Am Dienstagabend entschieden sie das sechste Halbfinalspiel vor heimischer Kulisse mit 6:1 für sich und zogen damit erstmals in das Finale der Alps Hockey League ein. Der HC Meran/o Pircher hat hingegen in seiner Halbfinalserie gegen KHL Sisak ein Entscheidungsspiel erzwungen. Die Südtiroler setzten sich vor heimischem Publikum mit 4:3 durch – das entscheidende Spiel findet am Donnerstag in Kroatien statt.
Beim Spiel in Wolkenstein zeigte sich ein ähnliches Bild wie in der gesamten Serie: Zell am See hatte über weite Strecken mehr Spielanteile und Torchancen, Gröden überzeugte jedoch mit Effizienz im Abschluss. Bereits nach weniger als zwei Minuten brachte Moncada die Hausherren nach einem schnellen Gegenangriff in Führung. Während die Gäste mehrere Topchancen ungenützt ließen, erhöhte Schiavone im Powerplay per Rebound auf 2:0. Kurz darauf traf erneut Moncada im Konter zum 3:0. Auch im Mittelabschnitt blieb Zell am See bemüht, und Gröden war bei Kontern stets gefährlich – der Drei-Tore-Vorsprung hielt bis zur zweiten Pause. Im Schlussdrittel verkürzte Huard in Überzahl für die Gäste, doch der HCG verteidigte geschickt. Trotz intensiver Offensivbemühungen blieb Zell ohne weiteren Treffer. In der Schlussphase nahmen die Pinzgauer früh ihren Goalie vom Eis, Kasslatter sorgte mit einem Empty Netter für die Entscheidung. Die Grödner trafen kurz vor Schluss noch zweimal und fixierten mit einem 6:1-Endstand den historischen Einzug ins Finale.

Die Serie zwischen KHL Sisak und HC Meran/o Pircher geht hingegen über die volle Distanz. In der Meranarena gingen die Kroaten in der 17. Minute durch Juric nach einem 2-auf-1-Angriff in Führung. Der Mittelabschnitt wurde torreich: Zunächst landete ein abgefälschter Schuss von Claesson im kurzen Eck, kurz darauf erzielte Juric mit einem präzisen Abschluss nach einem Bully seinen zweiten Treffer. Claesson leitete die nächste Offensivaktion ein – Cruseman scheiterte zunächst an Goalie Nikolic, doch Nousiainen verwertete den Rebound zum 2:2. Das Spiel blieb abwechslungsreich: Frick traf zur erstmaligen Führung für Meran, ehe Larionovs in der letzten Sekunde des zweiten Drittels im Powerplay erneut für Sisak ausglich. Nur 48 Sekunden nach Wiederbeginn brachte Gellon die „Adler“ mit einem Rebound wieder in Führung – diesmal zum letzten Mal. Die Kroaten setzten in der Schlussphase alles auf eine Karte und versuchten es in einer 6-gegen-4-Situation, kamen aber nicht mehr zum Ausgleich. Damit fällt die Entscheidung am Donnerstag in Kroatien.
Alps Hockey League: Di, 07.04.2026:
HC Gherdeina valgardena.it – EK Die Zeller Eisbären 6:1 (3:0, 0:0, 3:1)
Referees: LAZZERI, WINKLER, Bondi, Strimitzer
Goals GHE: Moncada (2., 15.), Schiavone (12./PP), Kasslatter (57./EN), Biondi (57./EN), Dostalek (59./PP2)
Goal EKZ: Huard (41./PP)
Endstand in der best-of-7-Serie: 4:2
HC Meran/o Pircher – KHL Sisak 4:3 (0:1, 3:2, 1:0)
Referees: HLAVATY, RIVIS, Abeltino, Dummermuth-Haas
Goals HCM: Claesson (24.), Nousiainen (36.), Frick (37.), Gellon (41.)
Goals SIS: Juric (17., 29.), Larionovs (40./PP)
Stand in der best-of-7-Serie: 3:3




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