Von: apa
Arsenal hat auch das zweite Nordlondon-Derby der Saison gegen den Erzrivalen Tottenham mit 4:1 gewonnen und seine Tabellenführung in der englischen Fußball-Premier-League damit gefestigt. Eberechi Eze (32., 61.) und Viktor Gyökeres (47., 94.) trafen am Sonntag jeweils im Doppelpack. Die “Gunners” führen bei einem Spiel mehr wieder fünf Zähler vor dem ersten Verfolger Manchester City. Meister Liverpool und Oliver Glasners Team Crystal Palace feierten jeweils späte 1:0-Siege.
Nach zwei Punkteverlusten gegen das Überraschungsteam Brentford und Schlusslicht Wolverhampton Wanderers fand Arsenal im Derby wieder in die Spur. Eze präsentierte sich als Spezialist für diese Bühne. Beim 4:1-Heimsieg im November hatte der gebürtige Londoner, um den im Sommer auch Tottenham geworben hatte, dreimal getroffen. Fünf seiner insgesamt sechs Ligatore gelangen dem 27-Jährigen damit gegen die “Spurs”, bei denen ÖFB-Verteidiger Kevin Danso weiterhin wegen seiner Zehenverletzung fehlte.
Ezes Führung durch einen artistischen Abschluss egalisierte Tottenhams Randal Kolo Muani keine zwei Minuten später nach einem Ballverlust von Declan Rice. Nach Gyökeres’ Abschluss von der Strafraumgrenze zählte der vermeintliche erneute Ausgleich von Kolo Muani wegen eines Stürmerfouls nicht – eine umstrittene Entscheidung. Eze und Gyökeres sorgten danach für klare Verhältnisse. Tottenham verlor bei der Premiere von Neo-Trainer Igor Tudor zum dritten Mal in Folge und liegt nur noch vier Punkte vor den Abstiegsrängen auf Rang 16.
Diskussionen um Glasner
Liverpool setzte sich dank eines Tores von Alexis Mac Allister tief in der Nachspielzeit (97.) bei Nottingham Forest durch und ist weiter Sechster. Crystal Palace beendete nach Glasners jüngstem verbalen Rundumschlag die Negativserie von acht Liga-Heimspielen ohne Sieg und rang Wolverhampton nieder. Matchwinner war Evann Guessand (90.). Die Londoner bejubelten den erst zweiten Sieg in den vergangenen 16 Pflichtspielen, haben aber zwei der jüngsten drei Ligaspiele gewonnen. In der Tabelle bedeutet das zehn Punkte vor der Abstiegszone Rang 13.
Glasner verlässt das Team spätestens zu Saisonende. Seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern, hat der Oberösterreicher bereits im Jänner öffentlich angekündigt. Ein kritisches Fan-Transparent, das den Vorstand für “unfähig” befand und eine vorzeitige Trennung von Glasner forderte, wollte der Coach nicht überbewerten. “Wir haben die besten zwei Jahre in der Geschichte von Crystal Palace. Da ist es für einen Club nicht einfach zu sagen: ‘Hey, es ist besser, wenn du gehst'”, meinte Glasner. Clubchef Steve Parish und Sportdirektor Matt Hobbs hätten ihm versichert, dass er “nach wie vor der Richtige” sei.
In der Vorsaison hatte Glasner Crystal Palace zum FA-Cup und zum Gewinn des Community Shields geführt – und damit zu den ersten beiden Titeln der Clubgeschichte. Es gehe nicht um ihn, betonte der 51-Jährige. “Wenn der Club denkt, dass es eine Veränderung braucht, dann will ich dem nicht im Weg stehen”, erklärte Glasner. “Es ist nicht so, dass ich in London leben muss, weil ich sonst nicht weiß, was ich tun soll.” Er habe allerdings mit den Spielern gesprochen und betonte deren Unterstützung. “Ich bin zu 100 Prozent hier, um für Crystal Palace erfolgreich zu sein.”




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