München siegt in letzter Sekunde im ersten Halbfinale

Bozen schlägt Grenoble und zieht ins Finale des Südtirol Summer Classic ein

Samstag, 29. August 2026 | 23:02 Uhr

Von: Martin Geier

Bozen – Gazley, Leslie und ein großartiger Marco Costantini: Der HCB Südtirol Alperia besiegt Grenoble im zweiten Halbfinale des „Südtirol Summer Classic by Sparkasse” mit 2:0 und spielt morgen um 20.00 Uhr im Finale um den Sieg gegen den Red Bull München.

Das Spiel gegen die Franzosen wurde im ersten Drittel vom italienisch-amerikanischen Stürmer in die richtige Richtung gelenkt und im dritten Drittel vom kanadischen Verteidiger entschieden. Dazwischen glänzte der weiß-rote Torhüter mit 33 Paraden und wurde zum Mittelpunkt des Geschehens sowie zum Liebling des Publikums. Morgen um 16:00 Uhr findet außerdem das Spiel um Platz drei zwischen den Franzosen und dem Lausanne HC statt.

Der Spielbericht:

Coach Karhula muss lediglich auf Domingue verzichten, während Kivihalme wieder zum Kader stößt.

Die Partie beginnt in gemächlichem Tempo. Beide Mannschaften tasten sich zunächst ab, ohne das Tempo entscheidend zu erhöhen. In der 5. Minute schlägt Bozen jedoch bei der ersten wirklich guten Gelegenheit zu: Bradley leitet einen Konter ein, Gazley steht goldrichtig und lässt sich die Chance aus kurzer Distanz nicht entgehen. Anschließend vergeben die Weiß-Roten eine Möglichkeit im Powerplay, obwohl Gazley, McClure und Ratcliffe gute Chancen haben. Im weiteren Verlauf versucht Grenoble, den Druck zu erhöhen, und zwingt Costantini zunächst gegen Treille und anschließend gegen Grenier zu zwei starken Reflexparaden. In den letzten Minuten werden erneut die Franzosen gefährlich. Die Foxes überstehen jedoch eine Unterzahlsituation unbeschadet und gehen mit einer 1:0-Führung in die erste Drittelpause.

Das Mitteldrittel bietet nur wenige Höhepunkte. Grenoble versucht es im Powerplay mit Grenier, dessen Schuss nur knapp am Tor vorbeigeht. Die Foxes kommen dem zweiten Treffer mit Ratcliffe nahe, dessen Schuss lediglich an die Querlatte geht. Das Spiel plätschert weiter dahin, wobei beide Mannschaften aufgrund der laufenden Saisonvorbereitung etwas schwere Beine erkennen lassen. Bozen testet die Reflexe von Kooy erneut – zunächst durch Elson und anschließend durch Gazley, der nach einer mustergültigen Vorlage von Hillman nur knapp an seinem zweiten Treffer vorbeischrammt. Auch die Franzosen bringen immer wieder Scheiben in Richtung Costantini, doch der Bozner Schlussmann ist stets zur Stelle.

Auch im dritten Drittel ändert sich am Spielverlauf zunächst wenig. Während Costantini die Foxes mit zwei starken Paraden im Spiel hält, schlägt Leslie in der 49. Minute eiskalt zu: Elson gewinnt das Bully, und der Verteidiger trifft mit einem Distanzschuss genau in den Winkel. Grenoble versucht anschließend, das Spiel noch zu drehen, scheitert jedoch am heimischen Torhüter. Costantini bleibt zunächst bei einer Eins-gegen-null-Situation gegen Boivin souverän und hält anschließend auch den Angriffen der Franzosen mit sechs Feldspielern stand. Am Ende steht ein 2:0-Sieg, und Bozen zieht zum zweiten Mal in Folge ins Finale des Südtirol Summer Classic ein.

Facebook/HC Bozen – Bolzano Foxes

HCB Südtirol Alperia – Brûleurs de Loups de Grenoble 2 – 0 [1-0; 0-0; 1-0]

Tore: 04:44 Dustin Gazley (1-0); 49:00 Zac Leslie (2-0)

Torschüsse: 25-33
Strafminuten: 10-12

Schiedsrichter: Piniè, Virta / Brondi, Cristeli
Zuschauer: 1.815

München siegt in letzter Sekunde im ersten Halbfinale

Das am Nachmittag ausgetragene Halbfinale zwischen den Red Bull München und dem Lausanne HC war ein Spiel für Feinschmecker. Die Deutschen setzten sich nach einer starken Aufholjagd in den Schlussminuten durch. Die Schweizer legten Mitte des ersten Drittels mit einem eiskalten Doppelschlag durch Suomela und Heldner vor, ehe Eisenschmid in der 12. Minute den Anschlusstreffer erzielte. Am Spielstand änderte sich anschließend lange nichts. Erst in Minute 49 fand Kastner die richtige Ecke und erzielte den Ausgleich zum 2:2. Die Schlussphase wurde zunehmend hektisch. Nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Lausanne gelang München 73 Sekunden vor der Schlusssirene der entscheidende Treffer zum 3:2: Rieder reagierte bei einem Abpraller am schnellsten und verwertete den perfekt aufgelegten Pass von Hirose. Den Schlusspunkt setzte schließlich Ferguson mit einem Empty-Net-Goal zum 4:2-Endstand.

Red Bull München – Lausanne HC 4 – 2 [1-2; 0-0; 3-0]

Tore: 08:28Antti Suomela (0-1); 10:35 Fabian Heldner (0-2); 12:12 Markus Eisenschmid (1-2); 48:21 Maximilian Kastner (2-2); 58:47 Tobias Rieder PP1 (3-2); 59:10 Brady Ferguson EN (4-2)

Torschüsse: 30-25
Strafminuten: 10-35

Schiedsrichter: Benvegnù, Bedana / Brondi, Cristeli
Zuschauer: 1.341

Bezirk: Bozen

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