Klagenfurt gewinnt das „kleine Finale“

Der DolomitenCup wandert zum dritten Mal nach Augsburg

Sonntag, 14. August 2016 | 22:51 Uhr

Neumarkt – Die Augsburger Panther bleiben beim internationalen Vorbereitungsturnier in Neumarkt eine Macht! Mit einem Sieg im bayrischen Finale gegen DEL-Konkurrent Nürnberg Ice Tigers machten sie den dritten Turniersieg nach 2013 und 2014 perfekt. Der Traditionsklub gewann in der mit 1.211 Zuschauern zum Bersten gefüllten Würtharena mit 4:2.

Im mit Spannung erwarteten Finale gingen beide Teams von Beginn an ein enorm hohes Tempo. Die zähe Vorbereitungsphase hatte bei den Cracks offenbar keine Spuren hinterlassen. Insbesondere jene aus Nürnberg drängten sofort ins gegnerischen Drittel. Nach einem perfekten Zuspiel von David Steckel brachte Leonhard Pföderl den Puck alleinstehend vor Panther-Goalie Ben Meisner im Tor unter. Die Reaktion der Schwaben ließ nicht lange auf sich warten: Michael Davies münzte ein Überzahlspiel ins 1:1 um. Damit war der Hunger der Panther allerdings noch lange nicht gestillt. Sie blieben nun am Drücker und belohnten sich in der 18. Minute mit dem erstmaligen Führungstreffer. Diesen ließ sich Thomas Jordan Trevelyan gutschreiben, der eine Unaufmerksamkeit der Nürnberger Defensive eiskalt ausnutzte. Andreas Jenike im Tor der Ice Tigers musste vier Sekunden vor der Drittelsirene ein drittes Mal hinter sich greifen, als ihm Arvids Rekis keine Abwehrchance ließ.

Nun waren die Ice Tigers zu Beginn des zweiten Drittels gefordert. Sie versuchten dem Ligarivalen die Stirn zu bieten, allerdings waren weder ein sehenswerter Abschluss von Steven Reinprecht, noch ein fast einminütiges Überzahlspiel von Erfolg gekrönt. Auf der Gegenseite war hingegen Trevelyan ein stetiger Unruheherd. In der 32. Minute umspielte er Jenike geschickt, scheiterte dann aber an einem gegnerischen Verteidiger, der den Puck auf der Linie abwehrte. Kurz vor der zweiten Pause hatte hingegen Ice-Tigers-Offensivspieler David Steckel gleich zwei Mal die Chance zum Anschlusstreffer, doch auch er blieb im Abschluss glücklos.

Der zweite Nürnberger Treffer war aber nur aufgeschoben, denn nach nur 19 Sekunden im letzten Spielabschnitt brachte Andrew Kozek die Hartgummischeibe im Kasten der Augsburger unter. Nun war plötzlich wieder richtig Spannung in der Partie. Diese spitze sich weiter zu, als Nürnberg minutenlang im Powerplay agieren durfte. Die Franken ließen aber die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor vermissen. Auf der Gegenseite vergab Drew Leblanc eine hochkarätige Möglichkeit. Die Vorentscheidung sollte jedoch in der 57. Minute folgen: Jenike ließ im Augsburger Powerplay einen Guentzel-Schuss aus dem Fanghandschuh gleiten und David Stieler war zur Stelle. Er traf zum 4:2. Danach war Nürnberg mit sechs Feldspieler nochmal alles nach vorne, doch der Anschluss wollte nicht mehr gelingen. Der dritte Turniersieg der Augsburger war somit perfekt.
Augsburg zieht mit Frankfurt gleich

Die Panther stellen mit diesem Erfolg den Rekord des dreifachen DolomitenCup-Siegers Frankfurt ein. Dementsprechend glücklich zeigte sich Augsburg-Kapitän Steffen Tölzer nach Spielende: „Ein großes Dankeschön an unsere Fans, sie haben uns nach vorne getrieben. Wir haben eine starke Teamleistung geboten und uns so auch in Unterzahl gut geschlagen. Das war wohl entscheidend.“
Augsburger Panther – Nürnberg Ice Tigers 4:2 (3:1, 0:0, 1:1)

Augsburg: Ben Meisner (Jonathan Boutin); Brady Lamb, Mark Cundari, Gabe Guentzel, Steffen Tölzer, Scott Valentine, Arvids Rekis, Derek Dinger, Simon Sezemsky; Michael Davies, Ben Hanowski, Aleskander Polaczek, Thomas Holzmann, Matt MacKay, Drew Leblanc, David Stieler, Thomas Jordan Trevelyan, Evan Trupp, Alexander Thiel, Jaroslav Hafenrichter, Adrian Grygiel, Hans Detsch
Coach: Mike Stewart

Nürnberg: Andreas Jenike (Philip Lehr); Brett Festerling, Danny Syvret, Jesse Blacker, Oliver Mebus, Sasa Martinovic, Marcus Weber, Colten Teubert, Felix Linden; Patrick Reimer, Andrew Kozek, Patrick Buzas, Brandon Segal, Steven Reinprecht, David Steckel, Yasin Ehliz, Marco Pfleger, Vladislav Filin, Marius Möchel, Jens Meilleur, Philippe Dupuis, Leonhard Pföderl
Coach: Rob Wilson

Tore: 0:1 Leonhard Pföderl (6.42), 1:1 Thomas Holzmann (14.43), 2:1 Thomas Jordan Trevelyan (17.32), 3:1 Arvids Rekis (19.56), 3:2 Andrew Kozek (40.19), 4:2 David Stieler (56.18)

„Best Player“ Augsburg: Arvids Rekis
„Best Player“ Nürnberg: Leonhard Pföderl

Zuschauer: 1.211

 

Klagenfurt gewinnt das „kleine Finale“

Der Klagenfurter AC holte sich mit einer erfolgreichen Aufholjagd den dritten Platz beim 11. DolomitenCup. Der österreichische Rekordmeister besiegte den HC Kometa Brno mit 3:2 und brachte die zahlreichen Zuschauer in der Würtharena schon mal für das große Finale am Abend in Stimmung.

Klagenfurt und Brno gingen mit ähnlichen Linienzusammensetzungen an den Start, wie bereits bei ihren glücklosen Halbfinalauftritten. Einzig bei den Tschechen stand mit Marek Ciliak ein neuer Goalie zwischen den Pfosten. Es war der Erstligist aus Brünn, der von Beginn an mächtig aufs Gaspedal drückte. Zunächst konnte KAC-Torhüter Tomas Duba noch abwehren, doch in der 5. Minute war er bei einem Abschluss von Jan Hruska chancenlos. Der Kapitän von Kometa hatte gleich danach die Chance im Powerplay nachzulegen. Während er noch am Torhüter scheiterte, machte es Peter Trska wenig später besser und traf in Unterzahl zum 2:0. Es war dies allerdings ein Wecksignal für die Kärntner, die nun nach vorne drängten und binnen fünf Minuten zum 2:2 ausglichen. Zunächst netzte David Fischer ein, danach ließ Manuel Ganahl im Eins-gegen-Eins mit Ciliak nichts anbrennen.

So richtigen Druck konnten die KAC-Cracks allerdings erst im zweiten Drittel aufbauen, als sie mehrfach im Powerplay agierten und den Puck geschickt in ihren Reihen laufen ließen. Der Schlussmann von Brno wuchs mehrfach über sich hinaus und bewahrte sein Team vor dem erstmaligen Rückstand in dieser Partie. In der 36. Minute stand ihm das Glück des Tüchtigen zur Seite, als der Puck nach einem Schuss von Thomas Koch an den Pfosten klatschte.

Auch im Schlussabschnitt begann der EBEL-Klub zunächst druckvoll, doch mit Fortdauer der Partie wurde Brno wieder mutiger. Zunächst scheiterte Martin Zatovic an Duba, kurze Zeit später war Tomas Vondracek bei einem Pfostentreffer im Pech. Ausgerechnet in der besten Phase der Tschechen, schlug der KAC aber eiskalt zu: Stefan Geier netzte in der 56. Minute aus kurzer Distanz ein und brachte sein Team somit auf die Siegerstraße.

EC Klagenfurter AC – HC Kometa Brno 3:2 (2:2, 0:0, 1:0)

Klagenfurt: Tomas Duba (David Madlaner); David Fischer, Mark Popovic, Thomas Valland, Steven Strong, Martin Schumnig, Kevin Kapstad, Christoph Duller, Mitja Robar; Ziga Pance, Mark Hurtubise, Patrick Harand, Manuel Ganahl, Thomas Koch, Stefan Geier, Manuel Geier, Thomas Hundertpfund, Johannes Bischofberger, Jamie Lundmark, Marco Brucker, Philip Cirtek
Coach: Mike Pellegrims

Brno: Marek Ciliak (Karel Vejmelka); Jozef Kovácik, Lukás Vágner, Rostislav Snajnar, Michal Gulasi, Peter Trska, Patrik Koch, Jan Stencel, Tomás Vondrácek, Vojtech Nemec, Roman Dymácek, Hynek Zohorna, Martin Zatovic, Jan Hruska, Tomás Vincour, Marcel Hascák, Martin Docekal, Vlastimil Dostálek, Radim Zohorna, Tomás Havránek
Coach: Libor Zábransky

Tore: 0:1 Jan Hruska (4.19), 0:2 Peter Trska (9.32), 1:2 David Fischer (10.15), 2:2 Manuel Ganahl (15.12), 3:2 Stefan Geier (55.32)

„Best Player“ Klagenfurt: Mitja Robar
„Best Player“ Brno: Jan Hruska

Zuschauer: 682

DolomitenCup 2016

Die Ergebnisse:

Freitag, 12. August
Augsburger Panther (GER) – Klagenfurter AC (AUT) 4:1

Samstag, 13. August
Nürnberg Ice Tigers (GER) – HC Kometa Brno (CZE) 3:2

Sonntag, 14. August, Spiel um Platz 3
Klagenfurter AC (AUT) – HC Kometa Brno (CZE) 3:2

Sonntag, 14. August, Finale
Augsburger Panther (GER) – Nürnberg Ice Tigers (GER) 4:2
Ehrentafel DolomitenCup:

2006
1. Frankfurt Lions
2. Servette Geneve
3. Augsburger Panther
4. HC Neumarkt Selection

2007
1. Frankfurt Lions
2. TWK Innsbruck
3. ERC Ingolstadt
4. Team Italy

2008
1. Frankfurt Lions
2. SC Langnau Tigers
3. TWK Innsbruck
4. Team Italy

2009
1. Kölner Haie
2. EV Zug
3. Black Wings Linz
4. Team Italy

2010
1. EV Zug
2. Ice Tigers Nürnberg

2011
1. EHC München (DEL)
2. Klagenfurter AC
 (EBEL)
3. HC Pustertal
(SERIE A)
4. Team Italy

(ITA)

2012
1. HC Lugano (NLA)
2. Iserlohn Roosters (DEL)
3. Black Wings Linz (EBEL)
4. Lorenskog IK (GET-LIGAEN)
5. HC Pustertal (SERIE A)

2013
1. Augsburger Panther (DEL)
2. Villacher SV (EBEL)
3. HC Pustertal (ELITE A)
4. SC Langnau Tigers (NLB)
5. Grizzly Adams Wolfsburg (DEL)
6. HC Innsbruck (EBEL)

2014
1. Augsburger Panther (DEL)
2. Schwenninger Wild Wings (DEL)
3. HC Ambrì Piotta (NLA)
4. Ishockeyklubb Lorenskog (GET-LIGAEN)
5. EHC Olten (NLB)

2015
1. Kloten Flyers (NLA)
2. ERC Ingolstadt (DEL)
3. Adler Mannheim (DEL)
4. Sparta Prag (EXTRALIGA)

2016
1. Augsburger Panther (DEL)
2. Nürnberg Ice Tigers (DEL)
3. Klagenfurter AC (EBEL)
4. HC Kometa Brno (EXTRALIGA)

 

Von: ka

Bezirk: Überetsch/Unterland

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