Der Cub nimmt Stellung

Der HCB reagiert auf die Anschuldigungen von Austin Smith

Mittwoch, 26. September 2018 | 15:53 Uhr

Bozen – Der HCB Südtirol Alperia nimmt überrascht, erstaunt und betroffen die Erklärungen und Aussagen zur Kenntnis, welche in den letzten Tagen von seinem ehemaligen Spieler Austin Smith getätigt wurden und weist diese als in jeglicher Hinsicht unbegründet und falsch entschieden zurück. Er behält sich das Recht vor, bei allen zuständigen Stellen dagegen vorzugehen, um sein Image und seinen guten Ruf wie auch den seiner Mitarbeiter zu schützen. Dies teilt der HCB in einer offiziellen Stellungnahme mit.

Vor Kurzem hat der ehemalige HC-Bozen-Crack Austin Smith zum Rundumschlag ausgeholt. In einem Instagram-Post hat er unter anderem davon gesprochen, dass er trotz Gehirnerschütterung hätte spielen müssen und außerdem keine Prämien erhalten habe.

„Der Vorgang ist umso bedauerlicher, da alles darauf hindeutet, dass die rufschädigenden Aussagen des Herrn Austin Smith ihren wahren Grund in derzeit noch in Prüfung befindlichen Prämienforderungen haben, obwohl der HCB sämtliche vertraglichen Bezüge und Prämien – und zwar deutlich höhere als in anderen Spielerverträgen – ausbezahlt hat“, erklären die Verantwortlichen des HCB in einer Aussendung.

In der Stellungnahme heißt es weiter wörtlich:

“Der HCB hat sich bei Herrn Austin Smith für seinen Beitrag während der Saison 2017/2018 bedankt und wünscht ihm alles Gute für die Zukunft. Er kann und will aber nicht, wie bereits gesagt, seine stark schädigenden und verletzenden Aussagen hinnehmen und entgegnet daher, wie folgt:

• Austin Smith wurde, nachdem er den obligatorischen medizinischen Check bestanden hatte, vom HCB für die Saison 2017/2018 unter Vertrag genommen, da der Verein auf seine Eigenschaften als Torschütze vertraute, obwohl der HCB damals in Kenntnis war, dass der Spieler bereits in den vorangegangenen Saisonen in Ravensburg (DEL2) und danach in Innsbruck (EBEL) beträchtliche Unterbrechungen in seiner Wettkampftätigkeit hatte.

• Über ein erstes Unwohlsein klagte der Spieler am 20.10.2017, nach dem Spiel gegen die Vienna Capitals in Wien, obwohl während des besagten Spieles keinerlei Checks oder andere Fouls ihm gegenüber bzw. Unfälle festgestellt werden konnten, auch nicht durch eine eingehende Videoanalyse, und tatsächlich hat er sich in der Folge nicht mehr über Symptome und schon gar nicht über Symptome einer Gehirnerschütterung beklagt; er fuhr aus eigenem Willen mit der Mannschaft von Wien nach Znojmo, nahm am nächsten Tag regulär am Spiel gegen Znojmo teil und erzielte ein Tor und ein Assist.

• Erst nach dem Spiel vom 27.10.2017 in Bozen gegen Klagenfurt, bei welchem er zwei Assists erzielt hatte, klagte der Spieler wieder über Unwohlsein und nahm ab diesem Zeitpunkt bis zum 12.01.2018 nicht mehr an Pflichtspielen des HCB teil (siehe nachstehende Beschreibung).

• Nach dem Spiel vom 27.10.2017 und am darauffolgenden Tag wurde der Spieler umgehend vom Ärzteteam des HCB untersucht, wobei sich keine klinischen Auffälligkeiten ergaben.

• Am 29. und am 31.10.2017 klagte der Spieler über anhaltendes Unwohlsein („dizziness“), woraufhin das Ärzteteam eine Reihe von Kontrollen und fachärztlichen Untersuchungen einleitete, welche alle keinen Befund ergaben; vorsorglich wurden jedenfalls die sofortige Einstellung jeder sportlichen Aktivität angeordnet:

o am 04.11.2017, im Zuge einer vom Ärzteteam des HCB angeordneten Kontrolle im Krankenhaus Bozen, wurde eine Wettkampfpause von zwei Wochen bestätigt;
o am 07.11.2017 wurden in einer hochspezialisierten, privaten Einrichtung ein CT und ein MRT durchgeführt, beide mit negativem Ergebnis;
o ein paar Tage später wurde eine HNO Visite angeordnet, welche wiederum negativ ausfiel.

• Obwohl der klinische Nachweis einer Gehirnerschütterung nicht erbracht werden konnte, wandte das Ärzteteam des HCB umgehend und vorsichtshalber die entsprechenden internationalen Protokolle an, indem für zwei Wochen absolute Ruhe und das Verbot elektronische Geräte zu benutzen, verschrieben wurden.

• Ende November begab sich Herr Austin Smith, auf eigene Anfrage und mit ausdrücklicher Erlaubnis, nach Kanada, um sich dort am 26.11.2017 einer Visite bei einer Vertrauensperson zu unterziehen, welche dann die Möglichkeit von sogenannten „microconcussions“ feststellte; wie sich jedoch aus den in der Folge erhaltenen Informationen herausgestellt hat, war dieser kein Arzt und erst recht kein Facharzt.

• Nach einigen Tagen kehrte Herr Austin Smith aus Kanada mit der Empfehlung zurück, eine weitere Pause von 8 – 10 Tagen einzuhalten (das Ärzteteam des HCB sprach hier bereits von mindestens zwei weiteren Wochen) und sich einer osteopathischen Behandlung zu unterziehen; er erklärte zu diesem Zeitpunkt jedoch bald wieder ins Team zurückkehren zu wollen.

• Trotz alledem, ließ sich der Spieler – wiederum mit Erlaubnis des HCB – auch von einem Spezialisten seines Vertrauens in Hannover untersuchen, wo die Verschreibung des Ärzteteams des HCB zwar bestätigt aber nach unten korrigiert wurden, indem eine Ruhepause von 8 – 10 Tage angeordnet wurde.

• Der Spieler blieb weiterhin unter der ständigen Beobachtung des Ärzteteams des Vereins, der ihm den ständigen Zugang zum Medical Center Quellenhof, einer bekannten medizinischen Sanitätsstruktur, ermöglichte, mit welcher ein Arzt des HCB zusammenarbeitet, und wo der Spieler wiederholt physiotherapeutisch und osteopathisch behandelt wurde und Massagen erhielt; es wurden auch Blut – und Urinanalysen und wiederholte Kontrollen mittels Frenzel -Brille durchgeführt, wobei oben genannter Arzt dem Spieler praktisch 24 Stunden am Tag zur Verfügung stand.

• Ab dem 08.01.2018 stellte der Verein dem Spieler einen bekannten und vom Spieler selbst sehr geschätzten persönlichen Osteopathen/Physiotherapeuten zur Verfügung, der ihn mehrmals in der Woche und in der Folge sogar während einiger Spiele begleitete, die er ab Januar absolvierte.

• Der Spieler äußerte mehrmals, schon Ende Dezember, den Wunsch die Spieltätigkeit wieder aufnehmen zu dürfen. Das Ärzteteam des HCB ließ ihn jedoch bis zum 12.01.2018 pausieren. An diesem Tag erklärte der Spieler mit Nachdruck, er fühle sich wohl und wolle spielen.

• Völlig unvorhergesehen und ohne jegliche Vorzeichen, ausgenommen nicht näher bestimmter Angaben sich nicht wohl zu fühlen, ließ der Spieler aber die für den 14., 19. und 20. Januar festgesetzten Meisterschaftsspiele aus; die Beobachtung durch das Ärzteteam des HCB, die Behandlung durch den persönlichen Osteopathen und die Behandlungen im Medical Center Quellenhof erfolgten weiterhin.

• In der Folge spielte Austin Smith am 26.01.2018 wieder erstmals (1 Tor und 1 Assist) und in den darauffolgenden 10 Spielen der Qualifikationsrunde (7 Tore und 2 Assist). Er spielte weitere sechs Partien im Viertelfinale (2 Tore und 3 Assist), vier von fünf Halbfinalspeilen (1 Tor und 1 Assist – eines der Spiele absolvierte er mit der Begründung, sich nicht wohl zu fühlen, nicht) und sechs von sieben Spielen der Finalserie (1 Tor und 2 Assist – an einem Spieltag präsentierte er sich nicht bei der Abfahrt des Busses nach Salzburg und ließ somit auch dieses Spiel aus, nachdem er erst im letzten Moment mitgeteilt hatte, dass er sich nicht gut fühle; während des Finalspieles am 09.04.2018 in Salzburg blieb er nach dem zweiten Drittel in der Umkleidekabine – ohne Verletzungen oder einen Unfall erlitten zu haben -, da er sich in einem derart aufgewühlten Gemütszustand befand, dass er sich zur Fortsetzung des Spiels nicht mehr in der Lage fühlte.

• Anscheinend hatte Austin Smith in der Zwischenzeit bereits Kontakt mit einer anderen Mannschaft der EBEL aufgenommen, mit der er in der Folge einen Vertrag unterschrieb, der, wie den Medien zu entnehmen war, inzwischen wieder aufgelöst wurde.

Abschließend erklärt und bekräftigt der HCB wie folgt:

 kein anderer Spieler des HCB hat jemals eine derartige Zuwendung und medizinisch/therapeutische Hilfestellung erfahren wie Austin Smith, welcher sich bei seiner Abreise aus Bozen ausdrücklich bei einem der Ärzte des HCB für die erhaltene Betreuung bedankt hat;

 das Ärzteteam des HCB hat für Austin Smith alle (auch für den nicht festgestellten Fall einer Gehirnerschütterung) geeigneten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ergriffen und längere Ruhephasen vorgeschrieben, als von den internationalen Protokollen und den externen Beratern des Spielers empfohlen;

 das Ärzteteam hat niemals die Einnahme von Arzneimitteln aufgedrängt; gegenteilige Behauptungen des Spielers sind unwahr; der HCB legt im Gegenteil Wert darauf festzuhalten, dass der Spieler bei der vertraglich vorgesehenen sportärztlichen Visite die vorangegangene Einnahme von Pharmaka, die mit den später behaupteten Beschwerden in Zusammenhang gebracht werden können, verschwiegen hat;

 der HCB respektiert die persönliche Sphäre des Spielers und beschränkt sich daher auf den Hinweis, dass für die Klärung seines Gesundheitszustandes, ernsthafte frühere Erkrankungen in Betracht gezogen und bewertet werden müssen;

 der Verein hat den Spieler Austin Smith nie gezwungen zu spielen, sondern hat ihn im Gegenteil vorsorglich öfter als angezeigt pausieren lassen; der Spieler durfte immer nur dann auflaufen, wenn er sich ausdrücklich dazu imstande fühlte.

Der HCB kann alle hier aufgezählten Fakten und Abläufe belegen und dokumentieren und wird den Ruf und die Ehrbarkeit des Vereins, seines Ärzteteams und seiner Mitarbeiter mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln schützen und verteidigen.”

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Der HCB reagiert auf die Anschuldigungen von Austin Smith"


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Dublin
Dublin
Kinig
19 Tage 6 h

…wie gesagt, Austin Smith war öfter auf der Tribüne als am Eis zu sehen…bei den Haien zu unterschreiben, war wohl ein taktischer Fehler…

ando
ando
Universalgelehrter
19 Tage 4 h

Schau… es ist nicht nur das problem austin, er hat auch ganz anderes ausgeplaudert… wenn nur die hälfte stimmt was ich schon immer sagte… autos wohnung prämien hotels spielerequipment…

Ninni
Ninni
Universalgelehrter
19 Tage 2 h

@ando

Ach ando, wenn nur die Hälfte stimmt von dem was der HCB da schreibt, dann kommt ein zumindest seltsames Verhalten des Spielers heraus

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
19 Tage 2 h
@ando Ja hat er. Er hat aber auch behauptet, dass die medizinische Versorgung scheisse war. Das er gezwungen wurde zu spielen. Diese Punkte sind nachweislich gelogen! Weiters schützt meiner Meinung nach der Hcb den Spieler Smith weiterhin. Zitat: “Einnahme von Pharmaka, die mit den später behaupteten Beschwerden in Zusammenhang gebracht werden können, verschwiegen hat;” … ja können, aber nicht müssen, sondern andere Gründe haben können. “ der HCB respektiert die persönliche Sphäre des Spielers und beschränkt sich daher auf den Hinweis, dass für die Klärung seines Gesundheitszustandes, ernsthafte frühere Erkrankungen in Betracht gezogen und bewertet werden müssen;” hat er deshalb… Weiterlesen »
ando
ando
Universalgelehrter
19 Tage 53 Min

@Mistermah

Bin kein mediziner und kann dies nicht beurteilen noch einschätzen.. es läuten meistens 2 glocken.. die wahrheit liegt meistens in der mitte.. oder auch nicht..
es geht halt nunmal um kohle… und dr. k . ist wahrhaftig kein…
zb. könnte man auch mal nessbit oder de sousa dazu befragen… die könnten auch was dazu beitragen…du weisst wovon ich spreche

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
19 Tage 7 Min
Wieso nessbit? Hat mit dieser Sache wenig zu tun. Zudem kenne ich nur zum Teil nessbits Vorwürfe. Auch er klagte nicht gegen den Hcb, sondern zwitscherte nur vor sich hin. Der Hcb hat es dabei belassen und sich gar nicht dazu geäußert. Wer weiß was da so alles zum Vorschein gekommen wäre. Desousa hat sich ja geäußert. Hat aber auch nicht bestätigt, dass ihm oder anderen Spielern Prämien nicht bezahlt wurden. Es handelt sich also nur um Smith. Zum Gesundheitszustand wird auch er nicht viel sagen können. Erstens ist such er kein Mediziner und zweitens sind diese Dinge anscheinend sehr… Weiterlesen »
Einheimischer
Einheimischer
Grünschnabel
19 Tage 1 h

Toller Bericht…
Der HCB wurde vom Herr Smith Systematisch Betrogen…
Ein richtiger Simulant….
Ein erbärmlicher Mann…

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
18 Tage 23 h

Nein stimmt nicht! Und der Hcb sagt dies auch nicht. Das sei mal klargestellt! Der Hcb bestätigt dass Smith gesundheitliche Probleme hatte und diese mit besten Wissen, ja sogar mit längeren Ruhepausen als von Protokoll vorgesehen, behandelt wurden. Von Simulant keine Rede! Scheinbar hat aber Smith die Einnahme von pharmakas verschwiegen. Dies könnte bedeuten, dass eben ein anderes gesundheitliches Problem verschwiegen wurde, dass mit der erlittenen Gehirnerschütterung wieder akut wurde und seine Rückkehr verzögerte oder die vollständige Genesung verhindert

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