Paraguay jubelt, Deutschland ist geschlagen

Deutschland und Niederlande bei der WM schon gescheitert

Dienstag, 30. Juni 2026 | 09:03 Uhr

Von: apa

Für Deutschland ist auch die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada enttäuschend zu Ende gegangen. Der vierfache Weltmeister verlor am Montag im Sechzehntelfinale gegen Paraguay in Boston im Elfmeterschießen mit 3:4. Nach 90 Minuten und Verlängerung war es 1:1 gestanden. Ebenfalls im Elferschießen kam Marokko weiter. Im Schlager schlug der WM-Vierte von 2022 die Niederlande nach einem 1:1 nach Verlängerung in der Entscheidung vom Punkt 3:2. Brasilien rang Japan 2:1 nieder.

Deutschland geriet gegen den Außenseiter durch einen Treffer von Julio Enciso (42.) in Rückstand, ehe Kai Havertz (54.) zu Beginn der zweiten Halbzeit der Ausgleich gelang. In der Verlängerung wurde der DFB-Elf ein Treffer von Jonathan Tah nach Videostudium wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill aberkannt. Gill avancierte schließlich zum paraguayischen Helden.

Der 26-Jährige entschärfte die schwach geschossenen Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade und brachte schließlich Jonathan Tah so aus dem Konzept, dass dieser den Ball über das Tor jagte. Aufseiten der Sieger fielen Fehlschüsse von Antonio Sanabria (daneben) und Fabian Balbuena (gehalten) nicht ins Gewicht. Für die Deutschen gab es im fünften Elferschießen auf WM-Ebene erstmals eine Niederlage. Die Südamerikaner bekommen es am Samstag in Philadelphia mit Topfavorit Frankreich oder Schweden zu tun. Bei Deutschland darf sich Bundestrainer Julian Nagelsmann auf Kritik einstellen. Als möglicher Nachfolger wurde praktisch mit Schlusspfiff Jürgen Klopp ins mediale Rennen geworfen.

Marokko eliminierte Niederlande

Als nächstes europäisches Top-Team scheiterten auch die Niederlande – ebenfalls im Elfmeterschießen. Marokko trifft nun am Samstag in Houston auf Kanada. Für emotionale Szenen sorgte Niederlandes Torschütze Cody Gakpo (72.), der das 1:0 erzielte. Der Stürmer sank nach seinem Treffer zu Boden und brach in Tränen aus. Seine Freundin hatte kürzlich öffentlich gemacht, dass der zweite gemeinsame Sohn während der Schwangerschaft gestorben war.

Issa Diop köpfelte Marokko erst in der 91. Minute in die Verlängerung. Dort vergab zwar auch Hakimi, bei den Niederländern schossen jedoch drei Schützen daneben bzw. scheiterten an Torhüter Yassine Bono. Der starke niederländische Torhüter Bart Verbruggen hatte Pech, als er einen eigentlich gehaltenen Elfer noch mit der Ferse ins Tor lenkte.

Brasilien hatte davor bereits Japan dank eines späten Treffers eliminiert. Nach schwacher erster Halbzeit und 0:1-Rückstand durch Kaishu Sano (29.) belohnten die Tore von Casemiro (56.) und des eingewechselten Gabriel Martinelli (95.) die Elf von Carlo Ancelotti für ihre Leistungssteigerung. Japan konnte sich kaum noch befreien. “Das war unser komplettestes Spiel bisher”, sagte Ancelotti. Nächster Gegner des fünffachen Weltmeisters ist am Sonntag die Elfenbeinküste oder Norwegen.

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