Konferenz von Legacoopbund mit dem Anwalt Russo

Die Reform des Dritten Sektors: Was kommt auf Sportvereine zu?

Montag, 14. Mai 2018 | 17:09 Uhr

Bozen – Die Veranstaltung des vergangenen Samstags im Museion stand ganz im Zeichen des Sports. Im „Passage“ fand eine Konferenz für Sportvereine statt, umrahmt von einer öffentlichen Veranstaltung mit Sport, Spiel und Spaß für alle Familien.

Der berühmte Anwalt für Sportrecht Ernesto Russo, Dozent der Sportschule des CONI und Berater unterschiedlicher nationaler Sportverbände, hat in seinem Vortrag „Amateursportvereine mit Blick auf die Reform des Dritten Sektors und das Haushaltsgesetz 2018“ die „neue“ Rolle der Sportvereine ausführlich erklärt und ist dabei auch auf die Vor- und Nachteile für die Amateursportvereine eingegangen. Der Anwalt hat darüber berichtet, welche Auswirkungen die Reform auf den Amateursport haben wird und wie die neuen Sportvereine mit Gewinnabsicht eingestuft werden. Außerdem ist er auch auf die Neuigkeiten des Haushaltgesetzes 2018 eingegangen, welche die Sportvereine betreffen.

Zahlreiche Interessenten nahmen an der Veranstaltung teil, die vom Südtiroler Genossenschaftsverband Legacoopbund organisiert wurde. Der Verband zählt 186 Genossenschaften und betreut unter anderem auch Genossenschaften, die im Sportbereich tätig sind. Mit dabei auch der Bozner Gemeinderat Angelo Gennaccaro, der Vorsitzende vom Coni Heinz Gutweniger, viele Vorsitzende der Sportverbände, -Vereine und –Clubs, Vertreter der Genossenschaften, sowie Steuer- und Arbeitsrechtsberater.

Der Rechtsanwalt Russo hat auch das Thema Arbeit und Arbeitsverhältnisse im Sport angesprochen. Wenn man bislang nur von „Zuständigen für Sportanlagen“ gesprochen hat, so findet man nun unter den ENPALS-Versicherten unterschiedliche Kategorien, wie zum Beispiel Angestellte, Arbeiter, Facharbeiter und Zuständige für Sportanlagen, Fitnessanlagen, Stadien usw., technische Leiter, Masseure, Trainer und Angestellte der Sportunternehmen, Sportler, Fitnesstrainer usw. Sie alle haben Anrecht auf die gleiche Entlohnung und die gleichen Arbeitsbedingungen, welche im Kollektivvertrag angeführt sind.

„Dieses Event ist Teil eines umfangreicheren Projekts von Legacoopbund. Wir möchten nämlich überprüfen, inwiefern die Unternehmensform Genossenschaft auch für die Sportorganisationen geeignet wäre“ so die Stellvertretende Vorsitzende von Legacoopbund, Monica Devilli. Genossenschaften und Sport haben vieles gemeinsam; sie setzen sich für das Gemeinwohl ein und tragen zur sozialen Inklusion bei.
Die Konferenz wurde mit dem Auftritt der Spieler des Hockey Club Bozen Südtirol Alperia, Alex Egger und Daniel Frank, und einem gemeinsamen Foto mit dem EBEL-Pokal abgeschlossen. Auch im Garten des Museions konnten alle eine Unterschrift des langjährigen Kapitäns des HCB, der vor kurzem seinen Rücktritt angekündigt hat, und des talentierten Hockeyspielers Frank ergattern. Außerdem boten Vereine die Möglichkeit, unterschiedliche Sportarten auszuprobieren: der HCB Junior, der Baseball Club Bozen, der Smoveyclub, der Skateboardclub, die Genossenschaft Arteviva und der Macron Store Bozen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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