Stephan Embacher hat das Fluggefühl

Embacher am Kulm erneut Zweiter hinter Dominator Prevc

Sonntag, 01. März 2026 | 15:53 Uhr

Von: apa

Stephan Embacher hat am Kulm erneut sein besonderes Fluggefühl unter Beweis gestellt. Einen Tag nach dem knapp verpassten ersten Weltcupsieg musste sich der 20-jährige Tiroler beim Skiflug-Weltcup in Bad Mitterndorf nach Flügen auf 240,5 und 225 Meter erneut nur dem neuen Schanzenrekordler Domen Prevc (238/245,5) aus Slowenien beugen. Für die weiteren Österreicher lief es im zweiten Bewerb weniger gut als am Super-Samstag. Daniel Tschofenig war als 11. zweitbester ÖSV-Adler.

Prevc baute seine Halbzeitführung mit neuem Schanzenrekord-Flug auf 245,5 m noch aus. 24,8 Punkte trennten den Gesamtweltcup-Führenden vom Rest der Welt. Die Kulm-Bestmarke hatte seit zehn Jahren seinem Bruder Peter Prevc (244) gehört. Embacher segelte bereits im ersten Durchgang weit, musste sich aber dennoch hinter dem Slowenen anstellen, weil dieser deutlich ästhetischer landete. “Dem 240er Club beizutreten, ist eine Ehre. Das war mein bester Flug von einigen sehr guten hier, das war eine Granate”, sagte Embacher, der Super-Team-Olympiasieger von Predazzo, im ORF. “Domen setzt ihn dann halt noch überragend.”

Embacher bejubelte “grandioses Wochenende”

In der Entscheidung griff Embacher mit zwei Luken weniger als der Drittplatzierte Norweger Johann Andre Forfang an und legte mit 225 m vor. Doch Prevc konterte und verbeugte sich im Auslauf – mutmaßlich vor sich selbst. “Der Domen ist einfach überragend”, sagte Embacher. Dem Sieg wollte er am “besten Wochenende meiner Karriere” nicht nachtrauern. “Beim Skifliegen nur von Domen geschlagen zu werden, zweimal Zweiter zu werden, ist ein grandioses Wochenende.” Prevc meinte: “Supergut, ich bin sehr zufrieden mit meinen zwei Sprüngen hier.” Den Gesamtweltcupsieg kann er bei 761 Punkten Vorsprung auf den Japaner Ryoyu Kobayashi demnächst fixieren.

Der 40-jährige Manuel Fettner verabschiedete sich in seiner letzten Saison als 20. und mit einem Flug auf 218,5 m vom österreichischen Publikum. Maximilian Ortner wurde 21., Skiflug-Schanzen-Debütant Jonas Schuster 22. Ex-Weltmeister Stefan Kraft erlebte mit den Rängen 16 und nun 29 (196/205) ein verpatztes Wochenende. Er vermisste den Fluss und die Harmonie fürs Skifliegen. “Das muss ich jetzt schlucken. Aber ich weiß, dass ich es eigentlich drauf habe”, sagte Kraft. Jan Hörl fehlte wegen Rückenproblemen.

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