Von: apa
Die Bayern haben am Samstag ihre erste Niederlage in dieser Fußball-Bundesliga-Saison kassiert. Der Titelverteidiger musste sich Augsburg daheim 1:2 geschlagen geben, liegt aber immer noch acht Punkte vor dem ersten Verfolger Dortmund, der bei Union Berlin 3:0 gewann. Siege gab es auch für Hoffenheim (3:1 in Frankfurt), Leipzig (3:0 in Heidenheim) und Leverkusen (1:0 gegen Bremen). Stefan Posch feierte beim 3:1 von Mainz gegen Wolfsburg ein erfolgreiches Debüt für den FSV.
Die Bayern gingen erstmals seit dem 2:3 gegen Bochum 8. März 2025 und saisonübergreifend 27 Meisterschaftsspielen als Verlierer vom Platz. Kurios: Nachdem die Augsburger im April 2014 die längste Ungeschlagen-Serie der Münchner nach 53 Bundesligapartien ohne Niederlage mit einem 1:0 gestoppt hatten, beendeten sie nun auch die zweitlängste Serie der Bayern nach 27 ungeschlagenen Ligaspielen. Es waren dies die einzigen Auswärtssiege der Augsburger gegen den Rekordchampion.
Die Bayern hatten von Beginn an gegen die tiefstehenden Augsburger Probleme, ehe eine Standardsituation zum vermeintlichen Dosenöffner wurde. Nach einem Corner von Michael Olise köpfelte Hiroki Ito ein (23.). Auch danach blieben die Hausherren tonangebend, aber weitgehend harmlos. Augsburg hingegen hatte kurz vor dem Pausenpfiff bei einem Lattenschuss von Robin Fellhauer Pech. In der zweiten Hälfte sorgten Arthur Chaves (75.) und Han-Noah Massengo (81.) für die faustdicke Überraschung, die Augsburg-Profi Michael Gregoritsch auf der Ersatzbank miterlebte. Bei den Bayern fehlte der verletzte Konrad Laimer.
Bayern-Profis bleiben gelassen
Die Bayern-Profis gaben sich nach der überraschenden Pleite gelassen. “Dieses Spiel wird uns nicht in eine Krise stürzen”, sagte Mittelfeldmann Joshua Kimmich, und Jonathan Tah ergänzte: “Es ist jetzt nicht so, dass irgendwer in der Kabine herumgeschrien hätte vor Wut. Du musst Niederlagen akzeptieren, du musst daraus lernen”, sagte der Innenverteidiger und meinte außerdem: “Der Fokus lag nie auf irgendwelchen Rekorden. Das übergeordnete Ziel ist natürlich, Meister zu werden – und der Weg dahin kann ganz unterschiedlich sein.”
Wenige Stunden danach verkürzten die Dortmunder den Rückstand auf den Rivalen. Emre Can (10./Elfmeter), Nico Schlotterbeck (53.) und Maximilian Beier (84.) erzielten die BVB-Tore gegen die Berliner, die mit Leopold Querfeld im Abwehrzentrum chancenlos waren. Christopher Trimmel betrat in der 86. Minute den Rasen, bei Dortmund war der verletzte Marcel Sabitzer nicht dabei.
Hoffenheim weiter auf der Erfolgswelle
In Frankfurt gingen die kriselnden Hausherren durch Arnaud Kalimuendo (18.) in Führung, den von Christian Ilzer gecoachten Hoffenheimern glückte dank Max Moerstedt (52.), Ozan Kabak (60.) und Aurele Amenda (65./Eigentor) die Wende. Die Bilanz der TSG aus den jüngsten zwölf Runden steht bei neun Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage.
Den Leipzigern gelang beim neuen Schlusslicht Heidenheim die Rehabilitierung für das 1:5 in der Vorwoche bei den Bayern. Ridle Baku (62.), Antonio Nusa (68.) und David Raum (70.) scorten für die Sachsen, bei denen Xaver Schlager und Nicolas Seiwald durchspielten. Christoph Baumgartner wurde in der 71. Minute vom Platz genommen.
Mainz siegte bei Posch-Debüt
Deren ÖFB-Teamkollege Posch feierte ein gelungenes Debüt für Mainz. Der FSV verwandelte ein 0:1 durch Mohammed Amoura (3.) durch Tore von Philip Tietz (68.), Stefan Bell (73.) und Nadiem Amiri (83./Elfmeter) in ein 3:1 und schob sich in der Tabelle vom letzten Platz auf den Relegationsrang. Posch spielte in der Dreierkette durch, Phillipp Mwene gab nach eineinhalb Monaten Pause wegen einer Adduktorenverletzung ab der 65. Minute sein Comeback. Auf der Gegenseite war Patrick Wimmer bis zur 75. Minute im Einsatz.
Bremen verlor in Leverkusen nach einem Treffer von Lucas Vazquez (37.). Bei den Hanseaten spielten Marco Friedl und Romano Schmid durch, Marco Grüll wurde in der 60. Minute ausgetauscht.




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