Feller zeigt in Adelboden als Fünfter auf

Feller Fünfter bei Rassats Sieg im Adelboden-Slalom

Sonntag, 11. Januar 2026 | 15:36 Uhr

Von: apa

Manuel Feller hat mit Platz fünf im Adelboden-Slalom erstmals im Olympia-Winter vorne angeschrieben. Am Podest standen am Sonntag beim Schweizer Ski-Klassiker aber wieder andere. Paco Rassat aus Frankreich triumphierte nach Gurgl auch am Chüenisbärgli. Er setzte sich vor den beiden Norwegern Atle Lie McGrath (+0,18 Sek.) und Halbzeit-Leader Henrik Kristoffersen (+0,20) durch. Feller fehlten 18/100 aufs Podest.

Am früheren Erfolgsort – die jüngsten acht Slaloms im Berner Oberland hatten fünf österreichische Siege gebracht – gelang Feller eine Trendumkehr. “Es war skifahrerisch sehr in Ordnung. Wenn ich auf das Podium blicke, habe ich es im ersten Durchgang liegenlassen”, sagte Feller, der Halbzeit-Achte, im ORF. “Es verlangt mittlerweile sehr viel Risiko, dass man ganz oben steht. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.” Durch die wichtigen Punkte könne er auch in Wengen in der kommenden Woche etwas lockerer am Start stehen.

Während Feller im sechsten Saisonrennen für das erste Top-fünf-Resultat der Slalom-Equipe sorgte, lief es für die Teamkollegen dem bisherigen Verlauf entsprechend. Dominik Raschner (14.), Marco Schwarz (16.) und Michael Matt (18.) schafften nach dem ersten Durchgang keinen Sprung mehr nach vorne. Fabio Gstrein, im Vorjahr Österreichs bester Slalomartist, kam überhaupt nicht auf Zug und verpasste als 31. die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Der Tiroler war ratlos. “Es geht im Moment gar nicht. Weder im Training noch im Rennen.” Auch Adrian Pertl (33.) war nach einem Lauf fertig. Für Johannes Strolz und Joshua Sturm war das Rennen nach wenigen Fahrsekunden vorbei.

Knappes Rennen ohne “Jägerzaun”

Bei Sonnenschein ging es schon am Vormittag enorm eng zu. Zwar schaffte Kristoffersen im ersten Durchgang drei Zehntel zwischen sich und die Konkurrenz. Die ersten zwölf Fahrer trennte während der Mittagspause weniger als eine Sekunde. Im Finale kam es bei erneut eher einfacher Kurssetzung zum erwarteten Hauen und Stechen, in dem Feller die drittschnellste Fahrt gelang. “Über den Hügel runter ist nichts fad. Aber das hatten wir heuer schon ein paar Mal. Umso einfacher der Lauf ist, umso mehr Risiko muss man gehen”, sagte Feller.” Gefinkelte Slalom-Kurse, wie sie einst Ante Kostelic setzte, haben mittlerweile Seltenheitswert. Zwar würden einfache Kurse in einem spannenden Rennen resultieren. “Aber ich glaube es ist auch spannend, wenn einmal ein ‘Jagazaun’ steht und man überlegen muss”, sagte Feller.

Mit Laufbestzeit siegte Rassat, der mit einem bärenstarken Steilhang seinen zweiten Weltcupsieg einfuhr. “Hier vor diesem fantastischen Publikum zu gewinnen, ist einfach wunderbar.” Er hatte zuvor in drei Adelboden-Starts noch nicht gepunktet. Auch McGrath war zufrieden: “Letztes Jahr war ich (im Adelboden-Riesentorlauf) im Netz, heuer am Podest.”

Eine Sache des Zutrauens

Bei Schwarz wird der Slalom allmählich zur Geduldsprobe. Der Kärntner sieht sich selbst aber nicht so weit im Hintertreffen, wie es die Ergebnisliste mit Platz 16 erneut aussagte. “Es schaut zwar so aus, als ob die anderen was Außerirdisches machen, aber das ist nicht der Fall. Im ersten Durchgang bin ich 1,3 Sekunden hinten. Das sind Kleinigkeiten mit einer großen Wirkung.”

Dass er sein Problem mit dem Außenski im zweiten Durchgang besser in den Griff bekommen habe, stimmte Schwarz zuversichtlich. “Ich bin mir bewusst, dass noch viel Luft nach oben ist. Ich muss es mir eben zutrauen und erarbeiten.” Auch Raschner merkte an, dass sein Selbstvertrauen aus Gurgl (6.) in den letzten Rennen liegengeblieben sei. “Zweimal eingefädelt, einmal zu viele Fehler – das tut weh im Kopf.” Als positiv konnte der zweitbeste Österreicher an diesem Tag seine schnellen Schwünge im oberen Teilstück bewerten.

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